Das Archiv befindet sich noch im Aufbau und wird mit der Zeit ergänzt.

LUKAS-Treff im Oktober

  • 3. Dezember 2025

Letzte Änderung: 3. Dezember 2025

Laudato si’ & Fakten zur Klimakrise

Papst Franziskus hat im dritten Jahr seines Pontifikats die Umwelt-Enzyklika Laudato si’– Über die Sorge für das gemeinsame Haus (2015) veröffentlicht, die sich nicht nur an Katholiken oder zumindest Christen richtet, sondern an „alle Menschen guten Willens“. Franziskus will die Menschheit wachrütteln; wir alle müssen über die Grenzen von Religion, Kultur oder Sozialisierung hinweg Verantwortung für den Schutz der Erde tragen, die unser „gemeinsames Haus“ ist. Dem Papst geht es auch um Klimagrerechtigkeit: die Menschen des globalen Südens, die am wenigsten zum Klimawandel beitragen, leiden am meisten unter dessen Folgen; Stürme, Dürren, Überschwemmungen, Hitzewellen und daraus resultierend Unterernährung, Infektionskrankheiten, Herz-Kreislauf-Erkrankungen sind nur einige Aspekte. Ein weiteres apostolisches Schreiben, Laudate Deum (2023), befasst sich mit dem menschengemachten – „anthropogenen“ – Ursprung des Klimawandels und benennt als Ursache das „technokratische Paradigma“: Der technische Fortschritt der Menschheit ist eben nicht nur gut, er führt nicht automatisch zu Glück oder Wohlstand. Nur eine Neuausrichtung unseres Lebensstils, der achtsam mit den Ressourcen, aber auch mit Mitmenschen, Pflanzen und Tieren umgeht, kann dem Kollaps unserer „Mutter Erde“ entgegenwirken. Produktionsformen, Konsumverhalten, Wirtschaft, Kultur und Natur hängen in einem Geflecht von Wechselwirkungen zusammen – alles steht mit allem in Beziehung. Franziskus plädiert mit konkreten Vorschlägen für einen achtsamen und respektvollen Umgang miteinander und mit den Ressourcen, damit diese Erde für alle ein bewohnbares Haus bleibt und auch die Armen zu ihrem Recht kommen. Seit Juli dieses Jahres hat auch der Internationale Gerichtshof der Vereinten Nationen in Den Haag das Menschenrecht auf eine gesunde Umwelt als ein eigenständiges Menschenrecht anerkannt.

Ein herzlicher Dank geht an Holger Klein, der dieses brisante Thema wunderbar präsentiert hat, kurzweilig trotz der vielen Fakten. Holger ist auch Mitglied bei Christians for Future, einer bundesweiten Vereinigung von Christ*innen, die sich als Teil der Fridays-for-Future-Bewegung versteht und sich für Klimaschutz, Gerechtigkeit, Frieden und die Bewahrung der Schöpfung engagiert (Christians 4 Future).

Herbstbasteln im LUKAS 14

  • 12. Dezember 2025

Letzte Änderung: 12. Dezember 2025

Der Herbst hält Einzug – mit all seinen warmen Farben, leuchtenden Nuancen und dem besonderen Zauber, der diese Jahreszeit begleitet. In Lukas 14 durften wir diese Atmosphäre in den letzten Wochen besonders intensiv erleben.

Während draußen die Blätter tanzten und die Natur sich in ein buntes Kleid hüllte, haben wir uns drinnen kreativ ausgetobt. In unserem Bastelkurs entstanden wunderbare Werke aus herbstlichen Naturmaterialien.

Der Herbst erinnert uns daran, wie wertvoll es ist, mit offenen Augen durch die Welt zu gehen und die Schönheit auch in den kleinen Dingen zu entdecken. Genau diese Freude durften wir gemeinsam teilen.

Herbstgedicht

Wenn leise sich die Blätter neigen,
und goldner Glanz die Wege schmückt,
wenn Winde durch die Zweige streifen
und jedes Licht ins Herz zurück,

dann wissen wir: Die Zeit des Ruhens,
des warmen Farbenspiels beginnt.
Ein Dank an all das bunte Werden,
das uns im Herbst neu Freude bringt.

Premiere „Auf Liedersehen“

  • 28. Oktober 2025

Letzte Änderung: 28. Oktober 2025

Die Premiere von „Auf Liedersehen“ war ein voller Erfolg. Am 14.09.2025 präsentierte die Projektgruppe ihr Programm „Einfach normal“ in Offenbach, im t-raum, dem kleinsten Theater Hessens. Die vorgestellten Chansons des Chanson-Kabarett-Duos Haak&Cloşcă und Mitgliedern des Inklusiven Gebärdenchors LUKAS 14 waren nicht nur hörbar, sondern wurden auch visualisiert. Sowohl Hörende als auch Gehörlose fühlten den bunten Mix an Emotionen, verwirklicht durch Elsbeths Gesang, Marius‘ Klänge am Klavier und die Gebärdenpoesie des Gebärdenchors.

LUKAS-Treff September 2025

Bei demenziellen Erkrankungen sind das Denken, Erinnern und andere geistige Fähigkeiten beeinträchtigt, die häufigste Form ist die Alzheimer-Krankheit. Das Thema Demenz gewinnt in einer immer älter werdenden Gesellschaft mehr und mehr an Gewicht. Beim LUKAS-Treff im September lag der Schwerpunkt auf der Kommunikation mit demenziell erkrankten Menschen.

Typische Anzeichen einer Demenz sind:

  • Einschränkung/Verlust des Kurzzeitgedächtnissses, das Langzeitgedächtnis bleibt lange erhalten
  • Wortfindungsstörungen, Probleme beim Verstehen von Sprache
  • Probleme bei alltäglichen Handlungen, Abläufe werden lückenhaft
  • Veränderungen des Charakters

Auch wenn der dementiell erkrankte Mensch bei fortgeschrittener Erkrankung „kaum noch wiederzuerkennen ist“, bleibt der Mensch ein Mensch, dessen Würde unantastbar ist!

Kommunikationsmodelle:

  • verbale Kommunikation – Wortinhalte erkennen (geht bei Demenz verloren)
  • nonverbale Kommunikation – Körpersprache, Mimik interpretieren (bleibt erhalten)
  • paraverbale Kommunikation – Art und Weise der Kommunikation (wird auch von Demenzerkrankten verstanden)

Kommunikationsstrategien:

  • nicht auf Defizite hinweisen
  • keine Diskussion über den „Wahrheitsgehalt“; der demenziell erkrankte Mensch hat seine ganz persönliche Wahrheit und muss in seiner Welt abgeholt werden
  • auf der Gefühlsebene einsteigen
  • ruhig, langsam, deutlich sprechen; kurze, einfache Sätze bilden
  • das Gesagte mit Mimik und Gesten unterstreichen
  • keine kindliche Sprache verwenden, das nimmt auch eine demenzerkrankte Person wahr

In der ersten Phase der Erkrankung können dementiell Erkrankte sich gut an länger zurückliegende Ereignisse erinnern; Lieder und Geschichten aus der Jugendzeit, der ausgeübte Beruf etc. bieten Anknüpfungspunkte zur Kommunikation, die Betroffenen können sich selbst einbringen und berichten. Je weiter fortgeschritten eine Demenz ist, desto mehr muss die Kommunikation auf die Gefühlsebene verlagert werden; Berührungen, Blickkontakt, Musik aus der Kindheit sind dann essentiell für den mitmenschlichen Austausch und werden auch noch von scheinbar komplett unbeteiligten, bettlägerigen Patient*innen wahrgenommen.

Ein herzlicher Dank geht an Bettina Schmidt, die uns mit großer Fachkompetenz eine Einführung in dieses wichtige Thema vermittelt hat.

Kreativ mit Servietten im LUKAS 14

  • 12. Dezember 2025

Letzte Änderung: 12. Dezember 2025

Am 27.09.2025 erlebten zahlreiche Teilnehmerinnen und Teilnehmer im LUKAS 14 einen fröhlichen und inspirierenden Serviettenkurs mit Kathy Widder. Mit viel Kreativität entstanden dabei individuelle Kunstwerke, die liebevoll auf ausgewählten Gegenständen gestaltet wurden. Jede Person fand die passende Serviette, um ein ganz persönliches Unikat zu erschaffen.

Die Stimmung war warm und herzlich: Man unterstützte sich gegenseitig, tauschte Ideen aus und genoss viele schöne Momente. Ein leckerer Imbiss rundete den Tag ab und machte die kleine Auszeit vom Alltag perfekt.

So wurde der Serviettenkurs zu einem besonderen Erlebnis, das noch lange in Erinnerung bleibt.

Inklusiver Gottesdienst am 21.09.2025 in der Liebfrauenkirche, im Anschluss Kaffee und Kuchen im Gemeindesaal

Papst Franziskus hat das Heilige Jahr unter das Leitwort „Pilger der Hoffnung“ gestellt. Bischof Georg Bätzing hat die Liebfrauenkirche als „Hoffnungsort“ bestimmt. So war es naheliegend, dass LUKAS 14 dem Integrativen Gottesdienst die Überschrift „Hoffnung“ gab, den der Gebärdenchor IGeL mitgestaltete.

Das Evangelium, Lk 16, 1–13, erzählte das Gleichnis von einem reichen Mann, dessen Verwalter einerseits betrügerisch war und andererseits klug handelte.

Bruder Jens sprach in seiner Predigt beeindruckend darüber, dass wir nicht zu sehr in der Vergangenheit bleiben, sondern hoffnungsvoll den Blick nach vorne richten sollen. So können wir zwar nicht alles voraussehen, jedoch Fehler eingestehen und versuchen, einen besseren Weg einzuschlagen.

Ausdrucksstark war der „Hoffnungstanz“ von Carola Helwing nach der Kommunion. In all‘ seiner Hoffnungslosigkeit erstrahlte am Ende ein Licht.

Nach der Heiligen Messe wurde in den Gemeindesaal von Liebfrauen eingeladen. Dort gab es bei Kaffee und Kuchen die Möglichkeit, sich über LUKAS 14 zu informieren, sich in Gesprächen auszutauschen, Erfahrungen zu Teilen, Informationsmaterial mitzunehmen und der „Hoffnung“, dass viele Menschen erfüllt nach Hause gegangen sind.

Text: Patricia Ehl

Bibelentdecker

  • 21. September 2025

Letzte Änderung: 21. September 2025

Am Samstag, den  06.09.2025, war um 10:30 Uhr im Lukas14 der Bibelentdecker das Thema Selbstliebe und Nächstenliebe.

LUKAS-Treff im August 2025

  • 22. September 2025

Letzte Änderung: 22. September 2025

Das eigentlich angekündigte Thema „Laudato Si und Fakten zur Klimakrise“ musste leider entfallen. Der Vortag wird voraussichtlich beim LUKAS-Treff im Oktober nachgeholt.

Stefan Richter hat sich spontan bereit erklärt, den informativen Teil des Abends zu übernehmen und aus seinem reichhaltigen Erfahrungsschatz als Förderschullehrer an der Viktor-Frankl-Schule zu berichten. Die Schülerinnen und Schüler in seiner Klasse haben alle schwere körperliche und geistige Behinderungen. Welche Lerninhalte sollen bzw. können solchen Kindern und Jugendlichen in der Schule vermittelt und auch später im Erwachsenenalter angeboten werden? Und auf welche Art und Weise?

Für die Beschulung dieser besonderen Kinder sind die Lehrpläne derart gestaltet, dass viel Freiraum für die individuelle Anpassung an die körperlichen bzw. geistigen Möglichkeiten der zu Beschulenden besteht. Da vorgefertigtes Unterrichtsmaterial rar ist, wird dies von den Lehrkräften mit viel Engagement und Kreativität selbst hergestellt und dabei genau berücksichtigt, was jedes einzelne Kind individuell benötigt. Um einen kleinen Eindruck zu vermitteln, hat Stefan Anschauungsmaterial bereitgestellt.

Kindern, deren Hör- und Sehvermögen eingeschränkt ist, können haptische (Tastsinn) oder olfaktorische Erfahrungen (Geruchssinn) angeboten werden. Hierzu zählen z.B. unterschiedliche Materialien mit weicher, rauer, harter oder genoppter Oberfläche oder verschiedene Aromen.

Als Beispiel für den Sachunterricht wurde eine „Wettermassage“ vorgeführt, bei der von wärmendem Sonnenschein über vereinzelte Tropfen bis hin zum Starkregen mit Blitz und Donner verschiedenes Wetter am Rücken gefühlt werden kann. Beim LUKAS-Treff wurde die Wettermassage an einem Mitglied demonstriert, ihr Kommentar: „Das ist klasse!“

Lerninhalt ist darüberhinaus alles, was die Schüler*innen in ihrer Selbstbestimmung und Selbständigkeit unterstützt, zum Beispiel auch eigenständig essen können. Stefan hat von einem Mädchen berichtet, das nach 3 Jahren täglicher Wiederholung gelernt hatte, einen Löffel selbst zu halten und zu essen. Die Freude der Kinder über solche Erfolge sorgt auch bei den Lehrkräften für Hochstimmung und ist alle Mühe und Geduld wert.

Gebärdenchor und Pizza Hawaii der Film

Das Repertoire des Gebärdenchors LUKAS 14 umfasst Kirchenlieder, klassische Musik wie die „Ode an die Freude“, Schlager und Popsongs und seit neuestem auch die Stilrichtung „Indiepunk“. Mit der Band „Pizza Hawaii der Film“ und der Frankfurter Skyline als malerischer Kulisse trat der Gebärdenchor am Freitag, 29.08.2025 auf der Feinstaub-Bühne des Museumsuferfests auf. Diese Bühne wird von der Feinstaub-Bar organisiert und bietet Auftrittsmöglichkeiten für alternative Bands mit noch wachsendem Bekanntheitsgrad. Abgerundet wurde das Wochenende durch den Auftritt beim „Raus ausm Keller“-Festival in Egelsbach am Samstag, 30.08.2025. Durch die Soloauftritte von Felicitas verwandelte sich die Bühne in eine Leinwand der Inklusion aus Musik, Tanz und Gebärden.

Inklusion ist möglich, wenn Menschen den Mut haben, sich darauf einzulassen!

Tischgottesdienst mit Pater Roger am 23.08.2025

  • 2. September 2025

Letzte Änderung: 2. September 2025

Am 23. August 2025 fand ein Gottesdienst mit Pater Roger statt. Damit die Gemeinschaft spürbarer wird, wurde auf Tische verzichtet.
Die Besucher versammelten sich im großen Saal um einen schön gestalteten Mittelpunkt, bestehend aus Decke, Osterkerze und Blumen.
Die feierliche Messe wurde musikalisch von Udo Lorenz am Keyboard begleitet. „Ihr seid das Salz der Erde“ und „Ihr seid das Licht der Welt“ wurde als Evangeliumstext ausgesucht. 
Anstatt einer Predigt, waren alle Mitfeiernden einbezogen. Auf ausgeteilten Zettel standen Fragen u. a.: „Wo ward ihr das Salz der Erde; wo habt ihr das Salz der Erde erfahren“ oder „Wo ward ihr das Licht; wo habt ihr Licht erfahren“.
Auf die Rückseite der Zettel konnten Fürbitten geschrieben werden, die laut ausgesprochen oder still um die Osterkerze gelegt wurden, um für persönliche Anliegen zu beten.
Nach dem Schlusssegen versammelten sich alle Gäste zum „großen Mahl“ an den Tischen und vertieften ihre Eindrücke. 

Text: Patricia Ehl