Inklusives Chanson-Kabarett zum 5. Mai …
- 5. Mai 2026
... dem Protesttag zur Gleichstellung von Menschen mit Behinderungen
Der 5. Mai ist der europäische Protesttag zur Gleichstellung von Menschen mit Behinderungen. Jedes Jahr werden um dieses Datum herum verschiedene Aktionen gestartet, um auf die Belange von Menschen mit Behinderungen aufmerksam zu machen. In diesem Jahr präsentierte LUKAS 14 ein Inklusives Chanson-Kabarett mit dem Kabarett-Duo Haak&Closca und dem Inklusiven Gebärdenchor. Unter den Mitwirkenden befanden sich Personen mit Polio, Down-Syndrom, Gehörlosigkeit und ohne sichtbare Behinderung.
„Was ist denn schon normal?“, fragt Elsbeth Haak provokativ, bevor sie ihre Antworten präsentiert. Die eine hört nicht, ein anderer sieht nicht, wieder eine andere hat lahme Arme, spricht schnell und laut oder hat einen „Gehapparat“. Mit dem Programm „Einfach normal“ wurde vermeintliche Normalität hinterfragt und mit einer Achterbahn der Gefühle schließlich dekonstruiert.
Wegen der großen Nachfrage ist geplant, den Inklusiven Chanson-Kabarett-Abend im Herbst zu wiederholen.
Inklusiver Gottesdienst in Hofheim
- 4. Mai 2026
Wieder einmal war der Inklusive Gebärdenchor LUKAS 14 (IGeL) zu Gast in Hofheim-Marxheim und feierte am 14. April zusammen mit Br. Helmut Schlegel OFM einen Inklusiven Gottesdienst im „Haus vom guten Hirten“.
Das zentrale Thema des Gottesdiensts war das Netz. Einerseits ein materielles Netz, aus vielen dünnen Fäden mit großen Lücken, das doch stark genug ist, den reichen Fischfang (Joh 21, 1–14) aufzunehmen. Andererseits unsere „Lebens- und Glaubensnetze“, auf die wir vertrauen dürfen, dass wir trotz unserer Ängste und Zweifel durch Gottes Kraft durch das Leben getragen werden.
Inklusiver Auferstehungsgottesdienst in Liebfrauen
- 15. April 2026
Eine überraschend große Anzahl an Gottesdienstbesucher*innen versammelte sich am frühen Ostermorgen rund um das Osterfeuer im Innenhof von Liebfrauen, um die Auferstehung Jesu zu feiern. Nach der Segnung des Feuers und der Osterkerze zog die Gemeinde in die dunkle Kirche ein, beim „Lumen Christi“ wurde das Licht der Kerze an alle weitergereicht. Das „Exsultet“ (Osterlob) besingt die entzündete Osterkerze als Zeichen für Christus, das „Licht der Welt“, das die Finsternis der Sünde und des Todes vertreibt.
Der Schöpfungsbericht aus dem Buch Genesis wird durch die Übertragung in Gebärdenpoesie besonders plastisch; die Darstellung verschiedener Pflanzen, Bewohner des Meeres und der Lüfte sowie unterschiedlicher Landtiere durch den Gebärdenchor entlockte das eine oder andere Schmunzeln.
Die frohe Botschaft der Auferstehung im Matthäusevangelium wurde auch im Lied der Maria Magdalena „So wie viele“ (Eckert/Reulein) gefühlvoll vorgetragen und gebärdet. Dass die Auferstehung aber nicht leise, unauffällig „nebenbei“ passiert, vermittelte Br. Jens Kusenberg in seiner Predigt: Die Frauen, die am Ostermorgen zum Grab kommen, finden Jesus nicht vor. Ein Engel schickt sie nach Galiläa, und auf dem Weg dorthin begegnen sie dem Auferstandenen und verkünden den Jüngern die frohe Botschaft. Eine Botschaft, die bewegt, durch die die Welt ein Stückchen bewegt wurde, und durch die hoffentlich auch wir bewegt werden und gegen den Tod ansingen – Halleluja!
Osterfrühstück in LUKAS 14 am Ostersonntag 05.04.2026
- 13. April 2026
- 14. April 2026
Letzte Änderung: 14. April 2026
Nach einem erfüllten Auferstehungsgottesdienst in Liebfrauen Frankfurt sind viele der Einladung gefolgt und mit zum Osterfrühstück nach LUKAS 14 gekommen.
Kaum zu glauben, was sie dort erwartete:
Viele helfende Hände hatten den großen Saal in ein Osterparadies verwandelt, die Tische waren mit kleinen Osterkörbchen dekoriert und ein besonderer „Hingucker“ war die Osterlandschaft, die von Anneliese Kannengießer gestaltet wurde.
Nach der Begrüßung durch Patricia Ehl und Cornelia Horne als Dolmetscherin, wurde das Osterfrühstücksbuffet eröffnet, welches mit viel Liebe zubereitet wurde und keine Wünsche offenließ. Dafür verantwortlich war Kathy Widder.
Allen Helfern ein herzliches Dankeschön.
Gut gestärkt und beseelt, durch die vielen Begegnungen und Gesprächen, gingen die Anwesenden an diesem Ostersonntag nach Hause.
Wir wünschen allen ein gesegnetes, frohes Osterfest
und schließen mit einem Text von Paul Weismantel:
Freu‘ dich, erlöste Christenheit
Osterfeuer lasst uns entzünden, um vom göttlichen Licht erfüllt zu werden, dass der Auferstandene in uns entfachen will.
Osterwege lasst uns wagen, um aufzubrechen aus jeder ängstlichen Enge in die neue Weite des Auferstandenen!
Ostertische lasst uns decken, um alle einzuladen zum Mahl der Hoffnung, die nie mehr stirbt, weil der Auferstandene lebt!
Osterlieder lasst uns singen, um einzustimmen in den festlichen Jubel über den glorreichen Sieg des Auferstandenen!
LUKAS-Treff im März zum Frühlingserwachen
- 30. März 2026
Frühlingserwachen
Nachdem der meteorologische und kalendarische Frühlingsanfang schon war, wurde am 26. März 2026 in LUKAS 14 der Frühling zum Erwachen gebracht.
Wer kennt nicht die Zeile von Hermann Hesse aus dem Gedicht Stufen „Und jedem Anfang wohnt ein Zauber inne“?
In harmonischer Runde wurde der „Zauber“ entschlüsselt. Alle berichteten von Ihren Eindrücken, die der Frühling in ihnen ausgelöst hat.
Magnolien am Mainufer, Vogelgezwitscher am Morgen, Duft nach Frühling, Sonne, Krokusse und andere Blumen in ihrer Farbenvielfalt, Marienkäfer, Hummeln und vieles mehr. Glücksgefühle und positive Energien waren zu spüren, wie auch manch schwieriger Übergang von der „Winterstarre“ in die aufwachende Natur.
Da war es kein „Zauber“, dass nun einige Dichter unter die Lupe genommen wurden, um zu erfahren, was diese inspiriert hat, über den Frühling zu schreiben.
Rainer Maria Rilke, (1875 – 1926) Frühling
Christian Morgenstern, (1871-1914) Frühlingsregen
Joseph von Eichendorff, (1788-1857) Frühlingsnacht
Eduard Mörike, (1804-1875) Er ist‘s
Alle verbinden zeitlose Bilder von Blumen, wärmenden Sonnenstrahlen und aufkommender Lebensfreude. Wir sollen eingeladen werden, die Frische und die Lebendigkeit zu erleben und über die Symbolik nachzudenken.
Kurze Zusammenfassung:
Rilke verknüpft die Schönheit des Frühlings mit der Vergänglichkeit als auch Neubeginn.
Morgenstern beschreibt den Frühling als eine Zeit der Erneuerung und des Erwachens.
Von Eichendorff schildert eine zauberhafte Frühlingsnacht, in der die Natur voller Geheimnisse und Schönheit erstrahlt.
Mörike zelebriert das Erwachen des Frühlings in der Natur und die damit einhergehende Freude.
Besonders das Gedicht von Eduard Mörike hat es allen angetan:
Er ist’s
Frühling lässt sein blaues Band
Wieder flattern durch die Lüfte;
Süße, wohl bekannte Düfte
Streifen ahnungsvoll das Land.
Veilchen träumen schon,
Wollen balde kommen.
Horch, von fern ein leiser Harfenton!
Frühling, ja du bist’s!
Dich hab‘ ich vernommen!
Hier kamen alle Gäste ins Schwärmen.
Das Gedicht ist ein Lobgesang auf die Ankunft des Frühlings und lässt die Zuhörenden den Frühling mit allen Sinnen miterleben.
Das „blaue Band“ symbolisiert die Leichtigkeit und Bewegung des Frühlings.
Mit „süße, wohl bekannte Düfte“ wird die Vertrautheit und Verlässlichkeit des wiederkehrenden Frühlings hervorgehoben.
Die „Veilchen“ verkörpern die Zartheit und das Erwachen der Natur.
Der „Harfenton“ unterstreicht die Harmonie und die Sanftheit, die der Frühling bringt und steht für Freude und Frieden.
„Frühling, ja du bist’s!“ „Dich hab‘ ich vernommen!“ drückt die persönliche Freude über den Frühling aus und betont die Verbindung zwischen Menschen und Natur.
Nach so viel Poesie und Lyrik wurde für das leibliche Wohl gesorgt, welches mit Bedacht auf den Frühling zubereitet wurde. Nudeln mit grünem Pesto symbolisierten das zarte Grün der aufwachenden Natur, das Dekor auf dem Kuchen deutete auf Waldwege hin und den abseits sprießenden Blumen mit all ihren Farben.
Ein fröhlicher Abend, der die Freude des Frühlings mit viel Lachen, Anekdoten, eigenen Erfahrungen und Erinnerungen ausdrückte, verabschiedete die Besucher mit tiefen Eindrücken und manch anderem Blick auf diese Jahreszeit.
„Und jedem Anfang wohnt ein Zauber inne“ – bewahren wir uns diesen „Zauber“.
EFFATA-Gottesdienst in St. Markus Nied
- 29. März 2026
Gerne folgte LUKAS 14 der Einladung von P. Roger Abdel Massih CML von der Pfarrei St. Hildegard am 14.03.26 einen EFFATA-Gottesdienst am Kirchort St. Markus in Nied zu feiern. Die inklusive Spielgruppe gestaltete zusammen mit IGeL (Gebärdenchor) drei Szenen des Evangelienspiels EFFATA:
Diese inklusive Art und Weise einen Gottesdienst zu gestalten und mit allen Sinnen erlebbar zu machen war für die Gemeindemitglieder eine besondere Erfahrung und wurde begeistert aufgenommen. Nahezu alle Besucher*innen des Gottesdiensts folgten der Einladung die Refrains der Lieder mitzugebärden und so einen neuen Zugang zu Jesu Botschaft zu erleben.
LUKAS 14 bedankt sich ganz herzlich für den freundlichen und liebevollen Empfang in St. Markus. Die Teilnehmenden wurden nach dem Gottesdienst noch zu einem Stück Pizza in den Gemeindesaal eingeladen, wo sich natürlich auch die Gelegenheit ergab, mit den Gottesdienstbesucher*innen ins Gespräch zu kommen.
Ein herzlicher Dank geht auch an Ralf Albensoeder, der uns seine Aufnahmen zur Verfügung gestellt hat.
Aus dem „Hamsterrad“ aussteigen…
- 9. März 2026
...und die Quelle des Herzens entdecken
Zu Beginn des Besinnlichen Vormittags und Feier einer Agape lud Br. Helmut Schlegel OFM die Teilnehmenden zu einem Körpergebet nach biblischen Motiven ein; die einfachen Bewegungen und Gesten helfen sich zu erden, zur Ruhe zu kommen und den Fluss der Gedanken zu unterbrechen.
Genau mit solch einer einfachen Handlung hat auch Jesus für eine Unterbrechung, mit der Option sich neu auszurichten, gesorgt, als die Schriftgelehrten eine Frau, die beim Ehebruch ertappt worden war, zu ihm bringen und seine Stellungnahme erbeten. Jesus ist in einer Zwickmühle: nach dem jüdischen Gesetz müsste die Frau gesteinigt werden; wenn er um Barmherzigkeit bittet, bietet er einen Grund selbst angeklagt zu werden. Jesus hält inne, schreibt mit dem Finger in den Sand und wendet so das Blatt: Wer von euch ohne Sünde ist, werfe den ersten Stein. Daraufhin halten die Schriftgelehrten ebenfalls inne und gehen fort (siehe Joh 8, 1-11).
Das Ritual des Brotbrechens zum Abschluss der Agapefeier („Liebesmahl“) erinnerte an das letzte Abendmahl und an die Liebe, die Jesus seinen Jüngern und somit allen Menschen entgegenbrachte; gemeinsam wurde gebetet, dass die Augen gütig werden, frei von Neid und Eifersucht, neugierig auf alles Schöne in der Welt, und dass die Ohren hellhörig werden und durch die vielen Töne und Geräusche hindurch das Wort Gottes vernehmen.
LUKAS-Treff im Februar
- 8. März 2026
Beim LUKAS-Treff am 26.02.2026 wurde ein Blick auf Hintergrund und Traditionen rund um den Valentinstag geworfen; passend dazu trug Sophia Malia Hanke vier ihrer selbst verfassten Liebesgedichte vor.
Der Sage nach traute der „Hl. Valentin von Rom“ in der Zeit der Christenverfolgungen Soldaten, denen das Heiraten offiziell verboten war. Er starb als Märtyrer am 14. Februar 269 durch Enthauptung. Die Gestalt des Heiligen ist geschichtlich jedoch nicht gesichert, aber der Legende nach schenkte Valentin Ehepaaren die schönsten Blumen aus seinem Garten, und Ehen, die er schloss, waren besonders glücklich. Eine erste Assoziation Valentins mit der romantischen Liebe gab es bereits im 14. Jh., ab dem 18. Jh. wurde das Fest in England bereits ähnlich begangen wie heute. Die Kommerzialisierung des Valentinstags erfolgte schließlich in den USA, von wo aus er sich nach dem Zweiten Weltkrieg auch in Deutschland etablierte.
Sophia hat erste kleine Reime bereits in der siebten Klasse ihrer Schulzeit verfasst und früh angefangen ihre Gefühle zu Papier zu bringen. Sie schreibt oft melancholische Texte, diesmal aber hat sie viele romantische Metaphern und gefühlvolle Bilder zur Liebe vorgetragen. Die geliebte Person wird mit einer Brücke, einem Ozean oder Leuchtturm verglichen; für sie werden Melodien komponiert, ihr werden Worte, Tränen, Zeit geschenkt. Keltische Flötenmusik nach jedem Gedicht lud zum Weiterträumen ein.
LUKAS-Treff im Januar 2026
- 10. Februar 2026
- 17. Februar 2026
Letzte Änderung: 17. Februar 2026
Beim ersten LUKAS-Treff im neuen Jahr gab Benjamin Berger eine Einführung in die weit verzweigte Struktur der Franziskanischen Familie, die den Ersten, Zweiten und Dritten Orden umfasst. Diese drei Hauptzweige der Franziskanischen Gemeinschaften wurden bereits zu Lebzeiten des Heiligen Franziskus (1182-1226) gegründet.
Der Erste Orden besteht aus den Männerorden der Franziskaner, Minoriten (kontemplativer Zweig), und der sich nach Reformbewegungen („zurück zu den Wurzeln“) abgespaltenen Kapuzinern. Im Zweiten Orden sind die unmittelbaren Nachfolgegemeinschaften der Schwestern der Heiligen Klara, Klarissen und Klarissen-Kapuzinerinnen. Die weltweit größte Gruppe bildet der Dritte Orden. Die verschiedenen Ordensgemeinschaften des Regulierten Dritten Ordens folgen wie die Ordensgemeinschaften des Ersten und Zweiten Ordens den Ordensregeln, die die Heiligen Franziskus und Klara aufgestellt hatten. Insbesondere in der Zeit der Industrialisierung sind viele (Frauen-)Ordensgemeinschaften entstanden (z.B. die Schervier-Schwestern/Aachener Franziskanerinnen). Es gibt sogar evangelische Tertiaren. Die Franziskanische Gemeinschaft, der säkulare Zweig des Dritten Ordens, bietet schließlich all denen eine Heimat, die bewusst in der Nachfolge Jesu auf franziskanische Weise leben wollen, Männer und Frauen, verheiratet und unverheiratet. Seinen Ursprung hat der Ordo Franciscanus Saecularis (OFS) in den Büßerbewegungen des 13. Jahrhunderts. Gläubige, die nicht den ehelosen Gemeinschaften der Brüder oder Schwestern beitreten, aber ihr Leben streng nach dem Evangelium ausrichten wollten, baten Franziskus um Anregung für ihr Leben. Mit seinem „Brief an die Gläubigen“ gab ihnen der Poverello 1221 die erhoffte Richtschnur für ein intensives christliches Leben in Familie und Arbeitswelt.



























































