INTEGRATION UND KULTUR FÜR MENSCHEN MIT BEHINDERUNGEN e.V.

Liebe Mitglieder und Freunde von LUKAS 14,

die aktuellen Infektionszahlen in Frankfurt und die entsprechenden Vorgaben zu Versammlungen haben uns leider gezwungen, die geplante Mitgliederversammlung am 20. Oktober 2020 erneut zu verschieben. Entscheidend für die Absage war, dass sich die zulässigen 10 Personen in einem Raum inzwischen nur noch aus maximal 2 Haushalten zusammensetzen dürfen. Um trotzdem noch in diesem Jahr unsere Mitglieder ausführlich zu informieren, planen wir für Dezember eine Video-Konferenz am Computer. 

Aufgrund der verschärften Corona-Regelungen müssen wir leider auch andere Veranstaltungen im LUKAS 14 wieder aussetzen. Deshalb sind wir bemüht, Teile unseren vielfältigen Programms über ZOOM online anzubieten. Wir werden hierzu zu gegebener Zeit noch näher informieren.

Verhaltensregeln in den Räumen von LUKAS 14

    • Teilnahme an Veranstaltungen ist nur nach vorheriger persönlicher Anmeldung per Mail oder Telefon möglich.
    • Bei Unwohlsein, Krankheit oder Erkältungssymptomen am Abend der Veranstaltung bitten wir dringend um Absage!
    • Ein Mund-Nasen-Schutz ist zu tragen, während man sich im LUKAS 14 bewegt. Wenn man einen Sitzplatz eingenommen hat, kann der Mund-Nasen-Schutz
      abgenommen werden. Händedesinfektion wird bereitgestellt, die Tische werden von uns vor und am Ende des Abends mit Desinfektionsmittel gereinigt.
    • Wenn es nicht gerade regnet oder schneit, wird ein Fenster geöffnet bleiben, um für die nötige Luftzirkulation zu sorgen. Wir bitten, die Tagestemperaturen zu berücksichtigen und sich entsprechend zu kleiden.

Wir freuen uns auf ein baldiges Wiedersehen in deinem, Ihrem und unserem LUKAS 14!

Herzliche Grüße und beste Gesundheit!

LUKAS 14 e.V.

Das Angebot von LUKAS 14 ist von und für Menschen mit verschiedenen Behinderungen, aus allen sozialen Schichten, vielen Herkunftsländern und unterschiedlichen Lebensentwürfen. Die Arbeit erfolgt dabei auf ehrenamtlicher Basis. Unser Verein lebt christlich-humanistische Werte, gehört jedoch keiner Kirche an. Unser Leitmotiv entstammt dem 14. Kapitel des Lukas-Evangeliums: Das „Große Gastmahl“, zu dem alle eingeladen sind. So treffen sich hier Blinde und Taube, Fachärzte und Grundsicherungsempfänger, Christen, Muslime, Hindus und Religionsferne – immer mit Respekt und auf Augenhöhe, wie es uns der Kapuziner Pater Amandus Hasselbach vorgelebt hat.

Für Informationen zu unseren Veranstaltungen werfen Sie einen Blick auf unser Jahresprogramm.

ANDERS ist unser Normal“

Hier finden Sie die Mediathek zu Projekten, bei denen LUKAS 14 mitgewirkt hat.

AKTUELLES

LUKAS-Treff mit Frühlingsgefühlen

Der Lukas-Treff am 29. April drehte sich ganz um das Thema „Frühling“.

Im offiziellen Programm gab es Frühlingslieder von Connie auf der Flöte und Thomas auf der Ukulele zu hören und zwei passende Gedichte zum Thema.

Anschließend wurde in großer Runde noch über dies und das gesprochen. Es hat auf jeden Fall wieder sehr viel Freude gemacht, sich zumindest über Zoom-Meeting austauschen zu können!

Bibelentdecker im April

Am Samstag, den 10.04.2021 fanden wir in Bettinas Bibelentdeckerkurs die Zeit, um über unsere Zeit zu philosophieren. Wie fülle ich meine Zeit mit welchen Aktivitäten? Wie wirkt Gott in dieser Zeit? Wo lasse ich mich mit Gott füllen? Warum tue ich das Eine oder das Andere oder warum nicht? In unserer Videokonferenz gestaltete jeder dazu seine Zeitkreis. Es war wieder eine wunderbar gestaltete Entdeckungsreise!

Stille lass mich finden

Der Gebärdenchor von Lukas 14 hat noch bei einem weiteren Video mitgewirkt, das Liebfrauen im Rahmen der Impulse zur Passions- und Osterzeit veröffentlicht hat.

Das Lied „Stille lass mich finden“ verbindet die Musik von Peter Reulein mit einem Text von Lothar Zenetti. Den Gesang haben Sina und Peter Reulein beigesteuert, den einleitenden Impuls spricht P. Stefan Maria.

Bibelentdecker im Februar

Am Samstag, den 13.02.2021 fand erneut Bettinas Bibelentdecker in Form einer Videokonferenz statt. Gespannt und begeistert folgten die Bibelentdecker ihrer Präsentation zum Thema: „Wo findet man Barmherzigkeit?“ Angelehnt an die Jahreslosung 2021 – Jesus Christus spricht: Seid barmherzig, wie auch euer Vater barmherzig ist! (Lukas 6,36) – führten wir eine angeregten Austausch zu diesem Thema.

Hans Küng

Muesse, CC BY 3.0, via Wikimedia Commons

Am 6. April ist Hans Küng im Alter von 93 Jahren gestorben. Die Welt verliert damit einen der großen Theologen des 20. Jahrhunderts. Hans Küng beschäftigte sich mit Beziehungen der christlichen Konfessionen und der Weltreligionen zueinander und engagierte sich für ein gemeinsames Weltethos. Offen kritisierte er die Unfehlbarkeit des Papstes, die Unsittlichkeit der künstlichen Empfängnisverhütung, die Unmöglichkeit der Frauenordination, das Festhalten am Zölibat und anderes. Seine Kritik führte 1979 zu einem Entzug seiner Lehrerlaubnis durch Rom. Doch blieb keine Verbitterung, sondern der starke Drang nach Wandel, Ökumene und einem gemeinsamen Weltethos.

Das Projekt Weltethos
<bitte hier klicken>

Zitate von Hans Küng:
„Es wird keinen Frieden zwischen den Völkern geben, wenn es keinen Frieden gibt zwischen den Religionen.“

„Der Geist des Evangeliums ist ein lebendiger Geist. Er ist nicht der Ungeist des Traditionalismus, Autoritarismus und Antimodernismus.“

„Der Glaube an Gott ist wie das Wagnis des Schwimmens: Man muß sich dem Element anvertrauen und sehen, ob es trägt.“

Schöpfungsbericht aus dem Alten Testament

Für alle, die dieses Jahr leider nicht am Auferstehungsgottesdienst teilnehmen können, hat Liebfrauen den beliebten Schöpfungsbericht in einem schönen Video festgehalten. Den einleitenden Impuls spricht P. Stefan Maria, die Musik kommt von Peter Reulein, Gisela Paluch liest die Schöpfungsgeschichte und der Integrative Gebärdenchor von Lukas 14 gebärdet dazu. Und ja, der Kugelfisch ist auch wieder mit dabei! 🐡

Ostersonntag: Auferstehung – Leben – Freude

Ostern ist das Fest der Auferstehung Jesu von den Toten. Bereits die ersten Christen müssen eine Jahresfeier des Todes und der Auferstehung Jesu Christi gekannt haben.

Die Auferstehung Jesu wird als Sieg über den Tod gefeiert und ist das Fundament des christlichen Glaubens. Mit dem Auferstehungsglauben verbindet sich für Christen die Hoffnung, dass nicht der Tod das letzte Wort über das Leben des Menschen hat.

Eines der sichtbarsten und bekanntesten liturgischen Ostersymbole ist die Osterkerze. Sie symbolisiert Jesus Christus, der das Licht in die Dunkelheit dieser Welt bringt. Das gilt auch für seine Botschaft der Gottes- und Nächstenliebe. Sie wird von den Aposteln in die ganze Welt getragen und bewegt bis heute die Menschen.

Foto: Rüdiger Horne

Das Fest des Lebens

Erwacht
zu neuem Leben.

Unsere Freude löse Erstarrtes.
Unsere Liebe schaffe Geborgenheit.

Unsere Güte heile Verbitterungen.
Unsere Sanftmut versöhne Streitende.

Unsere Kraft überwinde Mutlosigkeit.
Feiert das Fest des Lebens!

Christus ist erstanden.
Wir mit ihm.

© Gisela Baltes (www.impulstexte.de)

 

Heute

„Das Gestern ist nur ein Traum,
das Morgen nur eine Vision.
Das Heute aber, gut gelebt,
verwandelt jedes Gestern in einen glücklichen
Traum und jedes Morgen in eine Vision voll Hoffnung.
Achte deshalb gut auf den heutigen Tag,
denn er ist das Leben,
das eigentliche Leben des Lebens.“

Indische Weisheit

Jesus lebt!

Kommt, lasst uns
dem Auferstandenen
entgegengehen und
begegnen!

Kommt, lasst uns
die Osterfreude
empfangen,
verkosten
und teilen!

Kommt, lasst uns
feiern das Fest
des Lebens, das
der Auferstandene
uns bereitet!

Kommt, lasst uns
einstimmen in das
österliche Halleluja,
das den Erdkreis
heute erfüllt!

Kommt, lasst uns
mitten im Leben
seine Spuren und
Zeichen erkennen!

Jesus lebt!

© Paul Weismantel

Foto: Rüdiger Horne

Ostergrüße vom Kulturellen Kaleidoskop

Mit dem Osterspaziergang von Johann Wolfgang von Goethe wünschen wir allen ein lichtdurchleuchtetes Osterfest.

In dem Video können wir die tolle Lukas 14 Osterdekoration des Mittwochs-Basteltreffes von Anneliese und Maria aus den Jahren 2018 und 2019 bewundern. Das Gedicht wird von Carl Heinz vorgetragen.

Ein frohes Hören und Sehen wünschen von ganzem Herzen

Anneliese und Carl-Heinz

Karsamstag: Grabesruhe – Hoffnungsschimmer

Karsamstag ist der Tag der Grabesruhe. Viele Gläubige entzünden Kerzen in Erwartung der Auferstehung.

Foto: Stefan Richter

Auf dem Weg zum Grab

Bruchsteine
zerschlagener Hoffnungen
versperren den Weg,
Geröll von Brücken,
die wir abbrachen.
Felsbrocken,
die wir einander
in den Weg legten,
Grabsteine,
für jede vertane Chance,
jeden verlorenen Augenblick.
Kein Durchkommen!
Wer kann da helfen?
Einer
ließ sich von Steinen nicht hindern
und geht uns voran.
Wir müssen nur folgen.

© Gisela Baltes (www.impulstexte.de)

Foto: Patricia Ehl

aufstehen

einmal mehr aufstehen
als zu boden gehen
einmal mehr die angst besiegen
einmal mehr hoffen
als enttäuscht werden
einmal mehr vertrauen wagen
einmal mehr zurückkehren
als fortgehen
einmal mehr den stolz überwinden
einmal mehr lachen
als weinen
einmal mehr von vorn beginnen

© Gisela Baltes (www.impulstexte.de)

 

Karsamstag – Gedanken

Grabesruhe.
Zwischenzeit.
Zwischenraum.
Zeit zur Besinnung.
Raum für Gefühle.
Zeit und Raum zu erinnern.

Jesus ist wirklich gekreuzigt, gestorben und begraben.
Hinabgestiegen in das Reich des Todes.
Im Grab.
Fassungslosigkeit, Verzweiflung.
Leere.

Zeit und Raum für persönliche Karfreitagserfahrungen.
Sorgen, Krisen, Trennung.
Verlust, Trauer, Klage.
Schmerzlich, traumatisch, real.

Vor Gott gebracht.
Zwischenzeit.
Zwischenraum.
Zeit und Raum sich zu erinnern
und nach vorne zu schaun

© Dr. Kerstin Söderblom

Karfreitag: Kreuz – Hingabe – Aushalten

Am Karfreitag gedenkt die Kirche des Leidens und Sterbens Jesu.  Jesus wurde zum Tode verurteilt, gegeißelt, mit einer Haube aus Dornen „gekrönt“, er musste den Querbalken seines Kreuzes selbst den Hügel Golgota (hebräisch für Schädelstätte) hinauftragen und wurde dort gekreuzigt. Um die 6. Stunde nach alter römischer Zeitrechnung (heute um 15:00) stirbt Jesus am Kreuz. Daher versammeln sich Christen auf der ganzen Welt zu dieser Stunde zu einer liturgischen Feier, bei der die Passionsgeschichte aus dem Johannes-Evangelium verlesen wird.

Foto: Patricia Ehl (Der lächelnde Christus)

Das Kreuz

Es verbindet
Himmel und Erde,
Licht und Dunkel,
Gott und Mensch,
Zeit und Ewigkeit.

Es verkündet
Vergebung im Unrecht,
Versöhnung im Hass,
Frieden in der Rache,
Heil im Unheil.

Es verkörpert
die Leidenschaft Gottes,
die Bosheit des Menschen,
die Wunden des Lebens,
die Hingabe Jesu.

Es verwandelt
Leiden in Segen,
Verzweiflung in Vertrauen,
Untergang in Hoffnung,
Zerstörung in Liebe.

Es verheißt
Zukunft im Scheitern,
Trost in der Trauer,
Sinn in der Torheit,
Leben im Sterben.

© Paul Weismantel

Das Turiner Grabtuch, Fotografie des Gesichts, Positiv links, rechts Negativ (Kontrast etwas verstärkt)

Foto: Dianelos Georgoudis, CC BY-SA 3.0, via Wikimedia Commons

Das Kreuz mit dem Kreuz

Mit wie vielen Kreuzen beladen
gehen unzählige Menschen derzeit
ihren Weg durch ein Leben mit Krankheit,
voller Sorgen, Ängste, Nöte und Trauer?

Mit wie vielen Fragen richten
Menschen ihren Blick derzeit
auf das Kreuz Jesu und verbinden
ihr Kreuz und Leid mit dem seinen?

Mit wie vielen stillen Stoßgebeten
schauen Menschen erneut auf zum
Gekreuzigten, um in ihrem Schmerz
und Scheitern nicht zu verzweifeln?

Mit wie vielen guten Gedanken,
fürbittenden Gebeten und kleinen Gesten
sind Menschen einander derzeit
verbunden, um einander beizustehen?

Mit wie vielen Zeichen der Hoffnung,
der Anteilnahme und des Trostes
beschenken und bestärken Menschen
einander derzeit auf wunderbare Weise?

Mit wie vielen Menschen können wir
gerade derzeit unsere Hoffnung teilen,
dass in der Schmach und Torheit
des Kreuzes Heil und Segen liegen?

© Paul Weismantel

Jenen, die Leid zufügen, verzeihen

Es sagt sich so leicht und kann
doch sehr schwer sein, einem
Menschen, der mich verletzt,
gekränkt oder beleidigt hat,
wirklich zu verzeihen.

Als schwache und fehlerhafte Wesen
fügen wir einander gedanklich, mit
Worten oder durch unser Verhalten
schweres seelisches Leid zu.

Solche Wunden können lange im
Verborgenen bluten oder auch
eitern, sie können wieder aufbrechen,
bis sie endlich als Narben verheilen.

Ein Unrecht, das ich verzeihe,
mache ich dadurch nicht ungeschehen, sondern
ich bin bereit, es zu vergeben,
um damit ausgesöhnt und versöhnt zu sein.

Das kann ich oft nicht aus eigener Kraft,
wohl aber mit Gottes Geist
als gutem Beistand.

© Paul Weismantel