Das Archiv befindet sich noch im Aufbau und wird mit der Zeit ergänzt.

Zweiter Fastensonntag: Loslassen – Verzichten

Letzte Änderung: 1. April 2021

Loslassen

Loslassen, was ich nicht brauche:
meinen Egoismus
meine Selbstherrlichkeit,
Vorurteile und Rechthaberei
Angst, Unsicherheit, Misstrauen
Kummer und Probleme,
Ärger, Aggressionen,
meinen Stress,
meine Termine,
meine Unentbehrlichkeit.

Loslassen, was mich hindert:
meine Gleichgültigkeit
meine Gewohnheiten
festgefahrene Meinungen
meine Abhängigkeiten

Loslassen, wen ich behindere:
durch meine Hilfe hilflos mache,
durch meine Liebe unfrei mache,
durch meine Ansprüche überfordere,
auf das Bild festlege,
das ich mir von ihm gemacht habe.

@ Gisela Baltes (www.impulstexte.de)

Foto: Rüdiger Horne

Verzichten können

Ob ich verzichten kann:
auf meine spitze Bemerkung,
auf meinen klugen Kommentar,
auf meine arrogante Besserwisserei?

Ob ich es lassen kann:
mir beweisen zu müssen, wie tüchtig ich bin,
mich überheblich in den Mittelpunkt zu stellen,
mir scheinheilig in die eigene Tasche zu lügen?

Ob ich verzichten kann:
auf maßlose Übertreibungen,
auf gemeine Verdächtigungen,
auf falsche Beschuldigungen?

Ob ich es lassen kann:
mich gnadenlos zu überfordern,
mir unbarmherzig meine Fehler vorzuhalten,
mich ständig im Selbstmitleid zu baden?

Ob ich verzichten kann:
auf den reizvollen Lustgewinn meiner Neugier,
auf das hämische Gelächter der Schadenfreude,
auf das gezückte Schwert meiner losen Zunge?

Verzicht üben!

@ Paul Weismantel

Fastenzeit – Zeit der Besinnung, Einkehr und Umkehr

Letzte Änderung: 1. April 2021

Foto: Patricia Ehl

 

 

Aufbruch und Wagnis

Aller Anfang bedeutet Aufbruch,
bringt Wandlung und Entwicklung,
birgt Neugier und Neuland in sich.

Aller Anfang ist Wagnis,
weckt Hoffnung und Ängste,
schafft Sehnsucht und Zukunft.

Aller Anfang fordert Abschied,
verlangt Loslassen und Mut,
verheißt Wachstum und Reife.

Aller Anfang weckt bisher ungeahnte,
schöpferische Kräfte, die entstehen
im Gehen des neuen Weges, Schritt
für Schritt, beharrlich und geduldig.

@ Paul Weismantel

Im Christentum gibt es eine umfangreiche Tradition des Fastens. Es gab nicht nur die vorösterliche Bußzeit, auch im Advent oder vor Hochfesten gab es Fastentage bzw. Fastenwochen mit sehr strengen Regeln. Die meisten Religionen kennen ebenfalls das Fasten als eine Zeit der Enthaltsamkeit zur inneren Erneuerung. Lange Zeit bedeutete Fasten vor allem den Verzicht auf Nahrung; heute gibt es das Fasten vom Überfluss. Neben dem Verzicht auf besonders wertgeschätzte Speisen, Nikotin oder Alkohol, kann das auch den Verzicht auf das Handy, zu viel Kleidung oder das Auto bedeuten. Auch viele Menschen, die sich religiös nicht gebunden fühlen, nehmen die Fastenzeit als Anlass, Essgewohnheiten zu überdenken, ein paar Pfunde abzuspecken. Aber eigentlich geht es um mehr als um Gewichtsverlust. Es geht darum, unser bisheriges Leben zu überdenken, zu hinterfragen, was ich wirklich brauche, was ich vielleicht in meinem Leben ändern möchte.

Als kleine Anregung zum Nachdenken stellen wir in den nächsten Wochen Texte auf unsere Homepage, die den Einstieg zur „Schau ins Innere“ unterstützen können. Heute, am Ersten Fastensonntag, zum Thema Fasten.

Wir wünschen allen Besuchern unserer Homepage besinnliche Tage, erfüllt von Freude und Frieden.


Gedanken zum freiwilligen Fasten

Fasten,
ein freiwilliger Verzicht auf Nahrung,
nicht um abzuspecken,
deshalb nicht zu verwechseln
mit einer neuen Diät.
Trotzdem kann es guttun,
überflüssige Pfunde loszuwerden.

Fasten,
eine innere Haltung,
in der ich Bedürfnisse zurückschraube,
mich unabhängig mache,
neue Prioritäten setze
und seelischer Verfettung vorbeuge.

Fasten
kann mich öffnen
und so meinen Blick schärfen
für die Not und die Bedürfnisse anderer.
Indem ich mich selbst zurückstelle,
kann ich mich leib-haftig
mit denen solidarisieren,
die unfreiwillig hungern.

Fasten
wird dadurch zur Einübung
in eine neue Sensibilität für Gerechtigkeit
und zieht als Konsequenz
solidarisches Handeln nach sich.

@ Gisela Baltes (www.impulstexte.de)

Rosenmontagsgrüße – Helau! – Alaaf! – Ahoi!

Letzte Änderung: 1. April 2021

Lukas 14 und die expressive Tanzgruppe senden fröhliche Rosenmontagsgrüße an alle Närrinnen und Narrhallesen! Obwohl dieses Jahr die großen Sitzungen und Umzüge leider ausfallen müssen, lassen wir uns trotzdem nicht vom Feiern abhalten! Schunkeln und Tanzen geht auch in der kleinsten Hütte…und zur Not auch in der Zoom-Konferenz! Wer uns in Bewegung sehen möchte, darf gerne auf das Bild klicken…

Lukas 14 – Helau!
Frankfurt – Helau!
Offenbach – Helau!

Bei uns dürfen wirklich ALLE mitmachen! 😉

Herz-Basteln mit Kathy

Letzte Änderung: 1. April 2021

Am Samstag, den 6. Februar hat Kathy den ersten Bastelkurs via Zoom-Konferenz angeboten. Unter kundiger Anleitung und Ideengebung wurden sehr unterschiedliche Herzen gestaltet, und die Ergebnisse konnten sich durchaus sehen lassen!
Einen schönen Valentinstag für alle da draußen!

An alle Kreativen, die sich jetzt angesprochen fühlen: am Samstag, den 20. März findet das Oster-Basteln mit Kathy statt, ebenfalls über Zoom-Konferenz.

Die expressive Tanzgruppe hebt ab

Letzte Änderung: 1. April 2021

Die Gruppe “Expressiver Tanz” trifft sich jetzt regelmäßig auf Zoom, um auch in Zeiten von Corona beweglich zu bleiben und gemeinsame Projekte zu planen. Hier präsentieren wir unser erstes Video zum Thema “Fliegen”. 

Neujahrsgruß vom Kulturellen Kaleidoskop

Letzte Änderung: 1. April 2021

Anneliese und Carl Heinz grüßen die Freunde des Kulturellen Kaleidoskops (ehemaliger Kultursalon) zum neuen Jahr mit einem Gedicht von Mascha Kaléko. Die Künstlerin wurde bereits im Oktober vorgestellt und hat allen so gut gefallen, dass sie deshalb das Jahr 2021 beginnt.

Im Jahr 2019 hatte die Mittwochsbastelgruppe mit Anneliese und Maria eine wunderbare Weihnachtsdekoration gestaltet. Die Engel der Weihnachtsdekoration können wir in dem von Kathy gestalteten Video genießen.

Alles Gute für Euch in dieser schwierigen Zeit wünschen von ganzem Herzen

Eure Anneliese und Euer Carl Heinz

LUKAS-Treff ONLINE

Letzte Änderung: 1. April 2021

Zum ersten LUKAS-Treff, der über Zoom-Videokonferenz durchgeführt wurde, hat sich am 28.01.2021 wieder eine Gruppe liebenswerter Menschen zusammengefunden. Diesmal gab es noch kein offizielles Thema. Jeder durfte von seinen Erfahrungen und Befindlichkeiten zur aktuellen Corona-Situation berichten und es haben sich spannende und informative Gespräche ergeben. Die 90 Minuten sind jedenfalls wie im Fluge vergangen!

Integrativer Neujahrsgottesdienst

Letzte Änderung: 1. April 2021

Wenn eine Blinde die Lesung liest und eine Gehörlose sie zeitgleich in Gebärdensprache darstellt, ist der Verein LUKAS 14 e.V. wieder an der Gestaltung eines Gottesdienstes beteiligt. P. Stefan Maria führte durch den Neujahrsgottesdienst von Liebfrauen, der wieder mit einem kunterbunten coronakonformen Programm aufwarten konnte. Christtraud hat die Lesung gehalten, Jurij hat eine Pantomime zum Thema Corona beigesteuert, und auch musikalisch wurde wieder einiges geboten: Felicitas hat auch dieses Mal den Gebärdenchor unterstützt, Elsbeth hat das Lied “Was keiner wagt” (Text: Lothar Zenetti, Musik: Konstantin Wecker, Bearbeitung: Peter Reulein) gesungen und die Cappuccinis waren natürlich auch wieder mit an Bord.

Lukas 14 wünscht allen ein frohes und gesundes neues Jahr 2021!

Letzte Änderung: 1. April 2021

Neujahrsgebet

Herr, setze dem Überfluss Grenzen
und lasse die Grenzen überflüssig werden.

Lasse die Leute kein falsches Geld machen
und auch das Geld keine falschen Leute.

Nimm den Ehefrauen das letzte Wort
und erinnere die Ehemänner an ihr erstes.

Schenke unseren Freunden mehr Wahrheit
und der Wahrheit mehr Freunde.

Bessere solche Beamte, Geschäfts- und Arbeitsleute,
die wohl tätig, aber nicht wohltätig sind.

Gib den Regierenden ein besseres Deutsch
und den Deutschen eine bessere Regierung.

Herr, sorge dafür, dass wir alle in den Himmel kommen,
aber nicht sofort!

Gebet des Pfarrers Hermann Kappen (1818-1901) von St. Lamberti in Münster 1883

Lukas 14 wünscht einen besinnlichen 4. Advent!

Vier Kerzen im Advent

Die erste Kerze brennt für Stille,
für Ruhe und Gemütlichkeit,
für Herzlichkeit und für den Wille,
zu leben in Behaglichkeit.

Die zweite Kerze brennt für Hoffnung,
für die Kraft und für den Glauben,
für Vernunft und für die Achtung,
und für die weißen Friedenstauben.

Die dritte Kerze brennt für Anstand,
für Respekt und auch für Güte,
für Gerechtigkeit und für Verstand,
und für´s eigene Gemüte.

Die vierte Kerze brennt für Liebe,
für das Wichtigste auf dieser Welt,
es gäbe nichts das uns noch bliebe,
wär nicht sie, an Nummer Eins gestellt.

© Horst Rehmann

 

Vier Kerze am Kranz

Die Mamma will’s ihr’m Kind erklärn,
wieso vier Kerze nödisch wärn:
weil mer dann nämlich sehe könnt,
wie weit mer wär jetzt im Advent.
Vier Woche nämlich dauert der,
drum nemme mer vier Kerze her,
un jedes Lichtche uns verzählt:
des Christkind kimmt, des Licht der Welt!

Die erste Kerz zünd ich jetzt aa.
Nächst Woch kimmt dann die Zweite draaa.
So geht’s als wieder, Schritt fer Schritt;
un acht Daach späder brennt die dritt.
Un wann erst brenne alle vier,
dann kommt des Christkind aach zu Dir!

Des hätt se besser net gesacht!
Wie’s halt so geht, sie gibt net acht.
Kaum is se fort, da sucht des Kind
die Streichholzschachtel, un geschwind,
so wie’s die Mamma vorgemacht,
zünd’s aa demit, eh mers gedacht,
die erste Kerz un gleich die zweit,
des Streichhölzje reicht grad so weit.

Un mit em neue, dademit
steckt’s Kind ganz einfach aa die dritt.
Un denkt: wann brenne alle hier,
dann kimmt des Christkindche zu mir.
Un guck: schon brenne alle vier!
Jetzt kimmt’s des Christkind – in de Diehr
erscheint statt desse die Mama.
Die sieht aach gleich, was da geschah
un schennt: Is des die Möchlichkeit?
Ei biste dann noch ganz gescheit?
Wann des e Feuer gewwe hätt!
Ei sowas, schämste dich dann net?!

Ich wollt doch nur -, des Kindche flennt.
De Mamma zucke zwar die Händ,
doch is de Ärjer bald zuend.
Sie denkt: Was soll’s, es is Advent!
Un wie’s so geht, nach korzer Zeit,
da duht err schon des Kerlche leid:
Ei komm, du musst jetzt nemmehr weine.
Bald wird des Christkindche erscheine,
an Weihnachte, du werst schon seh‘-
bis dahie warte mer, okey?!

© Lothar Zenetti

Ein Stern geht auf

Immer dann, wenn
ein Herzohr sich öffnet,
ein Lied erklingt,
eine Mühe gelingt,
geht ein guter Stern auf.

Immer dort, wo
wir Altlasten entsorgen,
die Engelsgeduld wagen,
manche in Liebe ertragen,
geht ein neuer Stern auf.

Immer dann, wenn
wir Eile entschleunigen,
die Ruhe bewahren,
Hoffnung erfahren,
geht ein kleiner Stern auf.

Immer dort, wo
wir Sehnsucht zulassen,
sich ein Wunsch erfüllt,
ein Kummer gestillt,
geht ein heller Stern auf.

Immer dann, wenn
Leid und Glück,
Nacht und Licht,
Not und Mut sich
verbinden und verbünden
geht der Stern der Weihnacht auf.

© Paul Weismantel


Kaum zu glauben…

…dass du, Gott, bei der Vielzahl
von Menschen auf unserer Erde
jede und jeden ganz persönlich
kennst und liebst.

…dass du, Gott, durch alle
Zeiten und Geschlechter uns
Menschen die Treue hältst
und keinen von uns aufgibst.

…dass du, Gott, niemals müde
wirst, dich nach uns Menschen
zu sehnen, an uns zu glauben
und nach uns zu fragen.

…dass du, Gott, unendlich
geduldig und barmherzig mit
uns Menschen bleibst, auch
wenn wir noch so oft versagen.

…dass du, Gott, in deiner
unerschöpflichen Kraft alle
Wege mit uns Menschen gehst
und uns niemals verlässt.

…dass du, Gott, bis in alle
Ewigkeit deine Freundschaft
mit uns Menschen pflegst
und sie beständig erneuerst.

© Paul Weismantel