„Hat unsere Erde noch eine Chance?“ – unter diesem Motto wurde die Heilige Messe am Sonntag, 25.10.2026 in Hofheim gefeiert.
Bei diesem Gottesdienst wurde alles in Gebärdensprache übersetzt und die Lieder in Gebärdenpoesie umgesetzt. Jeder der wollte, konnte mit gebärden, was von den Mitfeiernden gut angenommen wurde.
Zum ersten Mal wurde „EFFATA III – Öffne dich“ von LUKAS14 aufgeführt. Im Mittelpunkt stand der Feigenbaum aus dem Lukasevangelium.
In beeindruckender Weise wurde die Umweltverschmutzung dargestellt.
Zupflastern von Grünflächen, achtloses Wegwerfen von Plastikmüll und Einwegkartons.
Absterben von Bäumen, Verendung von Meerestieren, Co2-Belastung, Luftverschmutzung, Naturkatastrophen.
Wie aber können wir, jeder Einzelne von uns, das rückgängig machen?
Es wurde lauter in der Kirche. Eine Demonstration zog durch die Reihen; unterstützt durch einen Rap: All days for future = Alle Tage für die Zukunft.
Es liegt an uns, uns um unsere Zukunft zu kümmern und die Schöpfung zu bewahren.
Fossile Energien werden durch erneuerbare Energien ersetzt. Fahrrad statt Auto.
Lieber mal zu Fuß gehen. Müll nicht achtlos in die Gegend schmeißen, sondern vorschriftsmäßig entsorgen. Jeder kann seinen Teil dazu beitragen.
So hatte auch der Feigenbaum im Weinberg noch eine Chance erhalten. Der Weinbergbesitzer wollte den Feigenbaum fällen. Durch die Fürsorge des Weingärtners erholte sich der Baum und trug wieder Früchte.
Auch der „Feigenbaum“ im Altarraum wurde wieder zum Leben erweckt.
O Viriditas (Lied der Hl. Hildegard: O Grünkraft/Lebenskraft) wurde von Martina Spies-Gehrig gesungen und musikalisch begleitet. Das Lied beginnt mit: O Lebenskraft aus Gottes Hand…
In grünen Gewändern schwebten Frauen um den Baum und hauchte ihm wieder Leben ein. Jesus breitete am Ende segnend seine Hände über den Feigenbaum.
Ein Dank an die Regisseurin Gabriele Then, allen Mitwirkenden, Pater Helmut Schlegel, dem Gebärdenchor und dem Organisten Andreas Walke.

