Eine überraschend große Anzahl an Gottesdienstbesucher*innen versammelte sich am frühen Ostermorgen rund um das Osterfeuer im Innenhof von Liebfrauen, um die Auferstehung Jesu zu feiern. Nach der Segnung des Feuers und der Osterkerze zog die Gemeinde in die dunkle Kirche ein, beim „Lumen Christi“ wurde das Licht der Kerze an alle weitergereicht. Das „Exsultet“ (Osterlob) besingt die entzündete Osterkerze als Zeichen für Christus, das „Licht der Welt“, das die Finsternis der Sünde und des Todes vertreibt.
Der Schöpfungsbericht aus dem Buch Genesis wird durch die Übertragung in Gebärdenpoesie besonders plastisch; die Darstellung verschiedener Pflanzen, Bewohner des Meeres und der Lüfte sowie unterschiedlicher Landtiere durch den Gebärdenchor entlockte das eine oder andere Schmunzeln.
Die frohe Botschaft der Auferstehung im Matthäusevangelium wurde auch im Lied der Maria Magdalena „So wie viele“ (Eckert/Reulein) gefühlvoll vorgetragen und gebärdet. Dass die Auferstehung aber nicht leise, unauffällig „nebenbei“ passiert, vermittelte Br. Jens Kusenberg in seiner Predigt: Die Frauen, die am Ostermorgen zum Grab kommen, finden Jesus nicht vor. Ein Engel schickt sie nach Galiläa, und auf dem Weg dorthin begegnen sie dem Auferstandenen und verkünden den Jüngern die frohe Botschaft. Eine Botschaft, die bewegt, durch die die Welt ein Stückchen bewegt wurde, und durch die hoffentlich auch wir bewegt werden und gegen den Tod ansingen – Halleluja!





