Gedenkveranstaltung für die Opfer des Nationalsozialismus

  • 15. März 2023

Letzte Änderung: 15. März 2023

Am 27. Januar 1945 wurden die zum Tod durch Arbeit verurteilten Menschen aus dem Konzentrations- und Vernichtungslagers Auschwitz befreit. Die Befreiung jährt sich in diesem Jahr zum 78. Mal. Aus diesem Anlass organisierte die Regenbogencrew der Aids-Hilfe Frankfurt e.V. am Freitag, 27. Januar 2023 eine Gedenkveranstaltung mit dem Schwerpunktthema „Menschen mit Behinderung im Nationalsozialismus“. Für die musikalische Begleitung sorgte der Gebärdenchor von LUKAS 14, unter anderem mit dem von Elsbeth Haak live gesungenen Chanson von Hildegard Knef „Für mich soll’s rote Rosen regnen“.

Die Gedenkstunde in der Katharinenkirche an der Frankfurter Hauptwache wurde moderiert vom Pfarrer und Klinikseelsorger a.D. Rainer Frisch. In ihren Redebeiträgen haben Politiker*innen und Studierende über die Gräueltaten der Zwangssterilisierung und Ermordung durch Gas, medizinische Experimente und Hungertod tausender Menschen berichtet.

Mitglieder des Selbstvertreter-Rats der Lebenshilfe Frankfurt kamen ebenfalls zu Wort. Diese Menschen mit Beeinträchtigungen haben auf die Missstände der Selbstbestimmung auch heute noch hingewiesen, sei es bei der Wohnungssuche, Arbeit, Teilhabe an Freizeit und Sport oder Sexualität und Familienplanung. Hier ein Auszug ihrer Forderungen:

Menschen mit Behinderung wollen leben.
Wir möchten glücklich sein.
Wir wollen Teil der Gesellschaft sein.
Viele von uns Leben auch heute noch am Rand der Gesellschaft.
Menschen mit Behinderung werden oft unterschätzt.
Wir haben viele gute Ideen.
Was uns hilft, hilft auch anderen.
Zum Beispiel:
Leichte Sprache hilft auch allen die nicht so gut Deutsch sprechen.
Bis zu einer gleichberechtigten Teilhabe ist es noch ein weiter Weg!
Eine wirklich inklusive Gesellschaft ist noch weit weg.
Es ist wichtig dafür zu kämpfen.
Dafür setzen wir uns ein.
Dafür müssen aber auch Sie sich einsetzen.
Diesen Weg können wir nur gemeinsam gehen.

Nach dem Gedenken in der Katharinenkirche zogen alle Beteiligten mit Kerzen in einem Schweigemarsch durch die Stadt zum ehemaligen Frankfurter Gesundheitsamt. Hier wurden die Namen der aus Frankfurt deportierten und ermordeten Menschen vorgetragen und ihrer in einer Schweigeminute gedacht. Den Abschluss bildete Konstantin Weckers Lied „Was keiner wagt“, einer Vertonung des sehr eindrucksvollen Textes von Lothar Zenetti. Der Gebärdenchor stellte das Lied in einer bildhaften Dialogform dar.

LUKAS-Treff im Januar

  • 15. März 2023

Letzte Änderung: 15. März 2023

Beim LUKAS-Treff am 26. Januar stand mal kein Vortrag oder ähnliches auf dem Programm, stattdessen blieb viel Zeit, sich bei Speis und Trank zu unterhalten. Grace hat dazu ein leckeres Reisgericht gezaubert.

Gedenktag für die Opfer des Nationalsozialismus

  • 15. März 2023

Letzte Änderung: 15. März 2023

Wir möchten noch auf eine besondere Veranstaltung an diesem Freitag hinweisen:

Die Regenbogencrew der Aids-Hilfe Frankfurt e.V. organisiert anlässlich des Gedenktages für die Opfer des Nationalsozialismus am 27. Januar eine Gedenkveranstaltung mit dem Schwerpunktthema „Menschen mit Behinderung im Nationalsozialismus“.

Gedenktag für die Opfer des Nationalsozialismus
Freitag, 27.01.2023
18:00 Uhr Gedenkstunde in der Katharinenkirche an der Hauptwache, Frankfurt
19:15 Uhr Gedenklauf zum ehemaligen Gesundheitsamt mit Abschlussbeiträgen

Die Gedenkstunde wird musikalisch begleitet durch den Inklusiven Gebärdenchor von LUKAS 14.

Weitere Infonrmationen können hier heruntergeladen werden:

Programmheft
Pressemitteilung

Neujahrsgottesdienst und -empfang

  • 15. März 2023

Letzte Änderung: 15. März 2023

Am Sonntag, den 22.01.2023 feierte LUKAS 14 das neue Jahr mit einem hoffnungsvollen Gottesdienst in der Liebfrauenkirche und einem Neujahrsempfang in unseren Vereinsräumen. Lieder, Texte und Gebete der Messe wurden in Gebärdensprache übersetzt und vom Gebärdenchor in Gebärdenpoesie dargestellt. Die Texte der Lesung und die Fürbitten wurden von Sehbehinderten in Großdruck oder von Brailleschrift-Vorlagen vorgetragen. Eine Besonderheit dieses Gottesdienstes war ein traditioneller philippinischer Bambus-Stocktanz mit Kindern und Erwachsenen.

Der Einladung zum anschließenden Neujahrsempfang sind erfreulich viele Personen gefolgt, und so eröffnete unser 1. Vorsitzender Benedikt Richter mit einem Sektempfang das gemütliche Beisammensein. Die Kabarettistin Elsbeth Haak sang, begleitet vom Gebärdenchor, den großen Chanson „Für mich soll’s rote Rosen regnen“ von Hildegard Knef. Br. Bernd segnete das festliche Buffet, bevor es sich alle bei guten Gesprächen haben schmecken lassen.

Hausweihe

  • 15. März 2023

Letzte Änderung: 15. März 2023

Am 15.01. fand unsere traditionelle Hausweihe statt. Benedikt Richter und Cornelia Horne führten durch die Räumlichkeiten des LUKAS 14. Br. Bernd segnete mit Witz und Tiefgang die verschiedenen Zimmer. Unter anderem bat er nicht nur für Ideenreichtum, sondern auch für einen „kreativen Umgang mit der Wirklichkeit“. Neben Musik und Gesang trug Maria von Stülpnagel das Gedicht „Stufen“ von Hermann Hesse und Sophia Hanke selbst verfasste Werke vor. Mit Kaffee, Gebäck und guten Gesprächen wurde der besinnliche Nachmittag abgerundet.

Chagall – Welt in Aufruhr

  • 15. März 2023

Letzte Änderung: 15. März 2023

Am 11. Januar besuchte das „Kulturelle Kaleidoskop“ die Ausstellung in der Schirn: Chagall – Welt in Aufruhr. Sie zeigt Werke seines Schaffens zwischen 1930 und den 40er Jahren. Durch die massive Gefährdung der jüdischen Kultur durch den Nationalsozialismus gelingen ihm, dem Russen, dem Juden, dem Künstler, entwurzelt und zerrissen, tief beeindruckende und berührende Darstellungen zu den Themen Heimat, Krieg, Flucht und Verfolgung. – verfasst von Gisela Paluch

Gemälde Die Kreuzigung in Gelb – 1942

„Jeden Tag trage ich ein Kreuz[…] Hast Du mich verlassen, mein Gott? Warum?“ Marc Chagall

Geistlicher Ort Hofheim

  • 15. März 2023

Letzte Änderung: 15. März 2023

Nach der Schließung des Exerzitienhauses in Hofheim haben Br. Norbert Lammers und Br. Helmut Schlegel bei den ebenfalls in Hofheim ansässigen Schwestern vom Guten Hirten einen Ort für einen gemeinsamen Neuanfang gefunden. Das Projekt „Geistlicher Ort Hofheim“ bietet spirituelle Auszeiten, Tage der Stille und Orientierung und eine weitere bunte Vielfalt an Angeboten. LUKAS 14 wünscht alles Gute und freut sich auf zukünftige gemeinsame Projekte, um die Zusammenarbeit zu vertiefen.

Einladung zum Nachdenken – Januar 2023

  • 15. März 2023

Letzte Änderung: 15. März 2023

„Heute Nacht geht ein schweres Jahr zu Ende, die Geschichte des Jahres 2022 handelt aber nicht allein vom Krieg, Leid und Sorge. Sie handelt von Zusammenhalt und Stärke – und ja, auch von Zuversicht.“  So Bundeskanzler Scholz in seiner Neujahrsansprache.

Zuversicht
ist eine Kraft
ist Lebensbejahung
ist Hoffnung
ist Gottvertrauen

Zuversicht kommt nicht von allein, aber wir können Quellen suchen und finden, die sie uns vermitteln. Auf meinem neuen Jahreskalender fand ich folgende Worte auf dem ersten Blatt:

Jeden Tag neu loslassen
was Leben verhindert
was einengt
was ängstigt

Jeden Tag neu darauf achten
was Leben fördert
was Offenheit ermöglicht
was Vertrauen schafft

Jeden Tag neu unterwegs
vom Haben zum Sein

@ Peter Müller

Wenn ich mich auf diese Worte einlassen kann, mich darin übe,
kann dies ein guter Weg sein, Zuversicht zu erlangen.

Ich wünsche uns allen einen gutes und gesegnetes Jahr 2023 mit viel Zuversicht!

Gisela Paluch

Zuversicht bricht sich Bahn

Foto: Sina Reulein