Frühlingserwachen
Nachdem der meteorologische und kalendarische Frühlingsanfang schon war, wurde am 26. März 2026 in LUKAS 14 der Frühling zum Erwachen gebracht.
Wer kennt nicht die Zeile von Hermann Hesse aus dem Gedicht Stufen „Und jedem Anfang wohnt ein Zauber inne“?
In harmonischer Runde wurde der „Zauber“ entschlüsselt. Alle berichteten von Ihren Eindrücken, die der Frühling in ihnen ausgelöst hat.
Magnolien am Mainufer, Vogelgezwitscher am Morgen, Duft nach Frühling, Sonne, Krokusse und andere Blumen in ihrer Farbenvielfalt, Marienkäfer, Hummeln und vieles mehr. Glücksgefühle und positive Energien waren zu spüren, wie auch manch schwieriger Übergang von der „Winterstarre“ in die aufwachende Natur.
Da war es kein „Zauber“, dass nun einige Dichter unter die Lupe genommen wurden, um zu erfahren, was diese inspiriert hat, über den Frühling zu schreiben.
Rainer Maria Rilke, (1875 – 1926) Frühling
Christian Morgenstern, (1871-1914) Frühlingsregen
Joseph von Eichendorff, (1788-1857) Frühlingsnacht
Eduard Mörike, (1804-1875) Er ist‘s
Alle verbinden zeitlose Bilder von Blumen, wärmenden Sonnenstrahlen und aufkommender Lebensfreude. Wir sollen eingeladen werden, die Frische und die Lebendigkeit zu erleben und über die Symbolik nachzudenken.
Kurze Zusammenfassung:
Rilke verknüpft die Schönheit des Frühlings mit der Vergänglichkeit als auch Neubeginn.
Morgenstern beschreibt den Frühling als eine Zeit der Erneuerung und des Erwachens.
Von Eichendorff schildert eine zauberhafte Frühlingsnacht, in der die Natur voller Geheimnisse und Schönheit erstrahlt.
Mörike zelebriert das Erwachen des Frühlings in der Natur und die damit einhergehende Freude.
Besonders das Gedicht von Eduard Mörike hat es allen angetan:
Er ist’s
Frühling lässt sein blaues Band
Wieder flattern durch die Lüfte;
Süße, wohl bekannte Düfte
Streifen ahnungsvoll das Land.
Veilchen träumen schon,
Wollen balde kommen.
Horch, von fern ein leiser Harfenton!
Frühling, ja du bist’s!
Dich hab‘ ich vernommen!
Hier kamen alle Gäste ins Schwärmen.
Das Gedicht ist ein Lobgesang auf die Ankunft des Frühlings und lässt die Zuhörenden den Frühling mit allen Sinnen miterleben.
Das „blaue Band“ symbolisiert die Leichtigkeit und Bewegung des Frühlings.
Mit „süße, wohl bekannte Düfte“ wird die Vertrautheit und Verlässlichkeit des wiederkehrenden Frühlings hervorgehoben.
Die „Veilchen“ verkörpern die Zartheit und das Erwachen der Natur.
Der „Harfenton“ unterstreicht die Harmonie und die Sanftheit, die der Frühling bringt und steht für Freude und Frieden.
„Frühling, ja du bist’s!“ „Dich hab‘ ich vernommen!“ drückt die persönliche Freude über den Frühling aus und betont die Verbindung zwischen Menschen und Natur.
Nach so viel Poesie und Lyrik wurde für das leibliche Wohl gesorgt, welches mit Bedacht auf den Frühling zubereitet wurde. Nudeln mit grünem Pesto symbolisierten das zarte Grün der aufwachenden Natur, das Dekor auf dem Kuchen deutete auf Waldwege hin und den abseits sprießenden Blumen mit all ihren Farben.
Ein fröhlicher Abend, der die Freude des Frühlings mit viel Lachen, Anekdoten, eigenen Erfahrungen und Erinnerungen ausdrückte, verabschiedete die Besucher mit tiefen Eindrücken und manch anderem Blick auf diese Jahreszeit.
„Und jedem Anfang wohnt ein Zauber inne“ – bewahren wir uns diesen „Zauber“.









