Inklusiver Neujahrsgottesdienst am 25.01.26 in der Liebfrauenkirche

  • 8. Februar 2026

Letzte Änderung: 8. Februar 2026

Zu Beginn eines neuen Jahres schreiben sich viele Menschen eine Liste mit guten Vorsätzen oder zu erledigenden Aufgaben. Ein Auftrag, der uns alle angeht, ist die Bewahrung der Schöpfung. Papst Leo XIV. hat im vergangenen Jahr ein neues Messformular zu diesem Thema herausgegeben, mit der Bitte, dass es häufig in Gottesdiensten benutzt werden möge. An Gottes Schöpfung erfreuen sich Himmel und Erde; an Gott, die Quelle unseres Lebens, dürfen wir unsere Bitten richten.

Br. Stefan Walser nahm in seiner Predigt Bezug auf die Lesung aus dem Buch der Weisheit (Weish 13, 1-9), dass die Menschen ohne Verstand waren, die die Schönheit der Welt mit all ihren Geschöpfen bestaunten, denen aber die Erkenntnis fehlte, dass Gott der Schöpfer des Universums ist, wohingegen für den großen Franziskaner-Theologen Bonaventura die ganze Schöpfung eine Leiter ist, um zu Gott aufzusteigen.

Auch die Heilige Hildegard von Bingen beschreibt in ihren Schriften und Liedern die „Viriditas“ (Grünkraft/Lebenskraft) als eine alles – Pflanzen, Tiere und den Menschen – durchdringende göttliche Lebensenergie; eine Kraft, die den Menschen mit Gott und der Schöpfung verbindet. Das Lied „O Viriditas“ wurde von Martina Spies-Gehrig einfühlsam vorgetragen und von Mitgliedern des Gebärdenchors in beeindruckender Weise in Gebärdenpoesie umgesetzt. Dabei wurde das Bild der Bergeshöhe, die niemals wanken wird, durch einen Baum, der wächst und allen Stürmen des Lebens standhält, ausgetauscht.

Und so dürfen wir auch im neuen Jahr darauf hoffen, dass Gott diese Welt liebt und der Herr uns mit seiner Güte segnen wird.