Kulturtipp September 2016

Johann Wolfgang Goethe: Die Leiden des jungen Werther

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P1090524Die Leiden des jungen Werthers lautet der ursprüngliche Titel des von Johann Wolfgang von Goethe verfassten Briefromans, in dem der junge Rechtspraktikant Werther bis zu seinem Suizid über seine unglückliche Liaison zu der mit einem anderen Mann verlobten Lotte berichtet. Er war nach dem nationalen Erfolg des Dramas Götz von Berlichingen (1773) Goethes zweiter großer, jetzt sogar europäischer Erfolg (1774) und ist, wie der Götz, ebenfalls der literarischen Strömung des Sturm und Drang zuzuordnen.

Die Erstausgabe erschien im September 1774 zur Leipziger Buchmesse und wurde gleich zum Bestseller. 1787 überarbeitete Goethe den Roman, wobei unter anderem das Genitiv-s im Titel entfiel. Der Roman ließ Goethe 1774 gleichsam über Nacht in Deutschland berühmt werden und gehört zu den erfolgreichsten Romanen der Literaturgeschichte.

Die Handlung des Romans ist insofern autobiografisch, als Goethe hier seine platonische Beziehung zu der bereits inoffiziell verlobten Charlotte Buff literarisch verarbeitete. Das Motiv für den tragischen Ausgang dieser Liebe, die Selbsttötung Werthers, lieferte Goethe der Suizid seines Freundes Karl Wilhelm Jerusalem, Gesandtschaftssekretär in Wetzlar. Der hatte sich in eine verheiratete Frau verliebt, Elisabeth Herdt, geb. Egell (1741–1813), die für ihn unerreichbar blieb. Sie war seit 1768 die Gemahlin von Philipp Jakob Herdt (1735–1809), dem Geheimen Sekretär bei der Gesandtschaft des kurpfälzischen Fürstentums Pfalz-Lautern in Wetzlar. Die literarische Figur der Lotte im Roman trägt auch Züge der schwarzäugigen Maximiliane von La Roche, einer weiteren Bekanntschaft des jungen Goethe aus der Entstehungszeit des Romans. Trotz solcher Nähe des Romans zur Realität bleibt Goethes Werther ein fiktionaler, literarisch komponierter Text – weder bloße Selbstaussprache noch Schlüsselroman.

P1090511Inhalt

Die Handlung erstreckt sich über den Zeitraum vom 4. Mai 1771 bis 24. Dezember 1772.

Der junge Werther hat seinen Heimatort verlassen, um für seine Mutter eine Erbschaftsangelegenheit zu regeln und so zugleich eine unglückliche Liebesgeschichte hinter sich zu lassen. Er bezieht zunächst Quartier in einer Stadt, danach im benachbarten idyllischen Dorf „Wahlheim“ (Garbenheim) und genießt es, in der freien Natur umherzustreifen und seine Eindrücke immer wieder in kleinen Zeichnungen zu verarbeiten. Eines Tages lernt er den sympathischen Amtmann S. kennen, einen Witwer und Vater von neun Kindern, der ihn zu sich nach Hause einladen möchte. Werther schiebt den Besuch jedoch auf und hat ihn bald vergessen. Auf der Fahrt zu einem Tanzvergnügen mit anderen jungen Leuten macht die Kutschgesellschaft beim Haus des Amtmanns Halt, um dessen Tochter Lotte abzuholen. Werther sieht sie, umringt von ihren acht jüngeren Geschwistern, denen sie ihr Abendbrot von einem Brotlaib abschneidet, und ist tief beeindruckt von dieser Szene, vor allem aber von dem schönen Mädchen, das hier ganz die Mutterrolle übernommen hat. Während des Balls, dem Ziel des gemeinschaftlichen Ausflugs, fordert Werther Lotte auf, mit ihm den zweiten Kontretanz zu tanzen – sie sagt ihm den dritten zu. Als Lottes Freundinnen das glückliche Einverständnis bemerken, das Lotte und Werther beim Tanzen zeigen, erinnern sie Lotte an einen gewissen Albert. Auf Werthers Nachfrage erklärt ihm Lotte, Albert sei „ein braver Mensch, mit dem sie so gut als verlobt“ sei. Im Verlauf des Abends zieht ein Gewitter auf. Werther und Lotte betrachten anschließend vom Fenster aus die noch regenfeuchte, erfrischte Natur. Beiden kommt das gleiche Gedicht in den Sinn, die Ode Frühlingsfeier von Klopstock. Werther interpretiert dies als Ausdruck ihrer Seelenverwandtschaft und sucht von nun an immer öfter die Nähe Lottes.

Als Lottes Verlobter, Albert, von einer Geschäftsreise zurückkehrt, ändert sich Werthers Stimmung allmählich. Es entsteht ein Dreiecksverhältnis, in dem Lotte Werther zunächst als eine „Heilige“ erscheint, in deren Nähe Werther keine Begierde empfindet. Anfangs ist Werthers Beziehung zu Lotte also ohne Zwang von außen rein platonischer Natur. Albert und Werther freunden sich zunächst an und führen mehrere Diskurse miteinander, z. B. auch über den Selbstmord oder die „Krankheit zum Tode“, die Schwermut. Dabei wird der Unterschied zwischen beiden Charakteren – Werther voll stürmischer Gefühle, Albert der besonnene Traditionalist – sehr deutlich. Als Werther aber bemerkt, dass er seinen starken Gefühlen für Lotte aus Rücksicht auf Albert nicht nachgeben darf, verlässt er den Ort fluchtartig, ohne sich zu verabschieden. Auslöser dafür ist ein sehr emotionales Gespräch, in dem deutlich wird, dass Lotte ihrer verstorbenen Mutter am Sterbebett zugesagt hat, Albert zu ehelichen (Ende des I. Buches).

P1090567Werther arbeitet eine Zeitlang bei einem Gesandten am Hofe. Die Pedanterie seines Vorgesetzten und die bornierte Enge der höfischen Etikette lassen ihn jedoch erkennen, dass er in jener Gesellschaft nur eine Außenseiterrolle spielen und sich nicht mit ihr identifizieren kann. Als er eines Tages vom Grafen C aus einer adeligen Runde vorsichtig hinauskomplimentiert wird, da sich viele Gäste von der Anwesenheit Werthers, eines Bürgerlichen, gestört fühlen, und als daraufhin über Werthers Fauxpas in aller Öffentlichkeit getratscht wird und auch seine neue, Lotte etwas ähnelnde Bekannte, das „Fräulein von B..“, ihm schonend beizubringen versucht, dass er zu übermütig und sich seines bürgerlichen Standes nicht genügend bewusst sei, fühlt er sich wie „zerstört“. Nachdem er kurz zuvor auch noch erfahren musste, dass Lotte und Albert inzwischen geheiratet haben, ohne ihn vorher informiert und zur Hochzeit eingeladen zu haben, bittet er schließlich um seine Entlassung vom Hofe, reist ab und hält sich zunächst bei einem ihm besonders gewogenen Fürsten auf. Dort bleibt er nur wenige Wochen, fährt dann in seinen Heimatort und kehrt schließlich nach Wahlheim zurück.

Werther beginnt bald erneut, Lotte regelmäßig zu besuchen. Unbewusst kokettiert Lotte immer wieder mit Werthers Gefühlen, z. B. indem sie ihren Kanarienvogel erst an ihren Lippen und anschließend an seinen picken lässt und so Werthers Leidenschaft zusätzlich entfacht. Weil dieser ihr Angebot ablehnt, „die Seligkeit einer wahren Freundschaft [zu] genießen“, und weil im Dorf bereits über die beiden geredet wird, fühlt sich Lotte bedrängt und bittet Werther, auch auf Alberts Wunsch hin, vier Tage zu warten und sie erst zu Weihnachten wieder zu treffen.

Als Werther Lotte trotzdem vor Ablauf dieser Frist in Alberts Abwesenheit aufsucht und ihr aus seiner Ossian-Übersetzung Gedichte (Die Gesänge von Selma) vorliest, werden die beiden, wie früher bei der Klopstock-Szene, von ihren Gefühlen überwältigt. Doch sobald Werther Lotte leidenschaftlich zu umarmen und küssen beginnt und damit den rein platonischen Charakter der Beziehung in Frage stellt, reißt diese sich verwirrt los, flüchtet und schließt sich im Nebenzimmer ein. Um Lottes Ehre und Ehe nicht weiter zu gefährden, beschließt Werther, sie nicht weiter zu behelligen und sich das Leben zu nehmen. In einem letzten Brief an Lotte äußert Werther die Zuversicht, dass er Lotte in einem anderen Leben wiedersehen werde. Um Mitternacht vor Heiligabend schießt er sich an seinem Schreibtisch mit einer von Albert ausgeliehenen Pistole in den Kopf. Am nächsten Morgen wird er tödlich verwundet aufgefunden. Gotthold Ephraim Lessings Bürgerliches Trauerspiel „Emilia Galotti“ liegt aufgeschlagen auf seinem Pult. Gegen zwölf Uhr mittags erliegt er seiner schweren Verletzung. Ein christliches Begräbnis bleibt dem Selbstmörder verwehrt (Ende des II. Buches).

P1090532Form

Goethe wählte die Form des Briefromans, die erst gegen Ende des zweiten Teils durch Kommentare des fiktiven „Herausgebers“ abgelöst wird. Jean-Jacques Rousseaus Julie ou la Nouvelle Héloïse hatte dreizehn Jahre zuvor bewiesen, welch besonderer Effekt mit der Veröffentlichung eines scheinbar authentischen Liebesbriefwechsels erreicht werden konnte. Dass Goethe dieses Buch nicht nur kannte, sondern sich sogar mit seinem Helden Saint-Preux identifizierte, zeigt sich, wenn er im Rückblick auf die Wetzlarer Zeit schreibt: Und so nahm ein gemeiner Tag den andern auf, und alle schienen Festtage zu sein; der ganze Kalender hätte müssen rot gedruckt werden. Verstehen wird mich, wer sich erinnert, was von dem glücklich-unglücklichen Freund der Neuen Heloise geweissagt worden: Und zu den Füßen seiner Geliebten sitzend, wird er Hanf brechen, und er wird wünschen Hanf zu brechen, heute, morgen und übermorgen, ja, sein ganzes Leben.[11] Die Formel „heute, morgen und übermorgen, ja, ein ganzes Leben“ ist dem entscheidenden Brief in der Neuen Heloise entnommen, durch den der Protagonist von seinem Selbstmordplan abgebracht wird.[12]

Die erste Auflage des Romans erschien anonym und begann mit der kurzen Einleitung eines „Herausgebers“. Dass dieser ebenso die Fiktion eines Autors war wie die folgenden Briefe selbst, konnten die Leser dieser Ausgabe folglich nicht erkennen. Ein solcher Kunstgriff suggerierte vielmehr, es handele sich bei den Briefen um echte Schriftstücke, die (mit drei Ausnahmen) an Werthers besten Freund Wilhelm gerichtet waren. Dessen Rolle nimmt nun zwangsläufig der Leser ein: Er wird zum Mitwisser von intimen Gefühlen, die ein scheinbar authentischer Briefschreiber dem ihm am nächsten stehenden Menschen offenbart.

Indem der fiktive Herausgeber sich wiederholt zu Wort meldet, wird die Vorstellung erhärtet, dass es sich tatsächlich um echte Briefe handelt. Im Gegensatz zu Werthers stets emotionaler Sprache ist der Ton des Herausgebers zwar teilnehmend, aber durchweg sachlich. Letzteres unterstreichen besonders die in einem Roman sonst unüblichen Fußnoten, in denen der Herausgeber Orts- und Personennamen chiffriert, angeblich um tatsächlich existierende Personen zu schützen.

P1090543Rezeption

Die Leiden des jungen Werthers gilt als Schlüsselroman des Sturm und Drang. Er entwickelte sich „zum ersten Bestseller der deutschen Literatur“[15] wurde in zahlreiche Sprachen übersetzt und war Mitauslöser der sogenannten Lesesucht. Dass sein Buch ein Welterfolg werden würde, war auch für Goethe nicht vorhersehbar. Später schrieb er in seiner Autobiografie Dichtung und Wahrheit: „Die Wirkung dieses Büchleins war groß, ja ungeheuer, und vorzüglich deshalb, weil es genau in die rechte Zeit traf.“

Marcel Reich-Ranicki erklärt 2002 Goethes Werther durch die Aufnahme in seine „Kanon“-Reihe zu einem derjenigen Romane, die jeder gebildete Deutschsprachige gelesen haben sollte. Richard David Precht hingegen bewertet den Roman als „unglaublichen Kitsch“, als „verlogene Sozialromantik“, „ausgestorbene Thematik.“ Den Roman rechnet er zum „unbrauchbaren Schulwissen“. Bereits 1998 bestreitet Hans-Dieter Gelfert, dass die Sprache und die Darstellungsweise von Goethes Werther „kitschig“ seien: Der Roman sei „eine der gefühlvollsten Dichtungen und dennoch nicht Kitsch“.[32] Differenzierter geht 2005 Jörg Löffler auf die im Kitsch-Vorwurf enthaltene Frage nach der Authentizität der von Werther beschriebenen Gedanken und Gefühle ein: Einerseits lege Werther großen Wert darauf, dass Menschen „natürlich“ seien und ihren Mitmenschen nicht bloß Inszenierungen böten. Andererseits komme das „Schlüsselwort“ Szene in Goethes Roman bei der Beschreibung der eigenen Gedanken und Gefühle Werthers erstaunlich oft vor. „Wie ein perfekter Regisseur seines eigenen ‚Naturtheaters‘ setzt Werther alles, was ihn emotional berührt, buchstäblich in Szene“. Der Text „erzeugt für seinen Helden unaufhörlich (bis zum bitteren Ende) ein oszillierendes ‚Pathos‘ der ‚Angst‘ und der ‚Wonne‘.“[33]

Werther wurde in die ZEIT-Bibliothek der 100 Bücher und auch in die ZEIT-Schülerbibliothek aufgenommen.

P1090482Prosa

Der Roman beeinflusste sowohl Form als auch Inhalt vieler weiterer Romane. Einige davon, sogenannte Wertheriaden, greifen auch direkt auf Goethes Werther zurück:

Christoph Friedrich Nicolai verfasste mit Freuden des jungen Werthers einen Angriff auf diejenigen, die in Goethes Werk eine Rechtfertigung des Suizids sahen. Nicolais Werk gewinnt Werther Charlotte und steigt zum vom Glück gesegneten Landbesitzer auf, der sich einer reichen Kinderschar erfreut – was Goethe wiederum veranlasste, einen literarischen Kleinkrieg gegen Nicolai zu beginnen mit dem beißenden Gedicht Nicolai auf Werthers Grabe und mit mehreren diesbezüglichen Anspielungen in den Xenien.

In Thomas Manns Goethe-Roman Lotte in Weimar (erschienen 1939) bezeichnet die Titelheldin Charlotte Buff den bindungsscheuen jungen Goethe als Schmarotzer an ihrem Glück mit ihrem Verlobten und späteren Ehemann Johann [Georg] Christian Kestner. Goethe sei ein von außen kommender Dritter, der „in ein gemachtes Nest das Kuckucksei seines Gefühls“ lege, vernarrt in anderer Leute Verlobtheit.

Bernd Kessens schrieb 1999 den Roman Getanzte Liebe Flamenco. Hier wird ein Großteil der Handlung ins postfaschistische Spanien verlegt, wo sich der Protagonist in eine Einheimische verliebt.

Der 2002 erschienene Roman Zwei hinterm Limes von Peter Untucht, der überwiegend in Wetzlar spielt, nimmt inhaltlich und auch formal (u.a. Briefcharakter, Chronologie, Wahl der Namen) vielfachen Bezug sowohl zum Werthermaterial, als auch – nicht minder ironisch – zu Goethes Aufenthalt in der Stadt.

P1090581Darstellende Kunst

Jules Massenet verarbeitete den Stoff in der Oper Werther, die am 16. Februar 1892 an der Wiener Staatsoper uraufgeführt wurde.

Arnold Mendelssohn veröffentlichte 1912 drei Vertonungen von Textauszügen in seinen Drei Madrigale nach Worten des jungen Werthers (opus 47).

Ulrich Plenzdorf verarbeitete den Werther in Die neuen Leiden des jungen W. zu einem Theaterstück, das 1972 in Halle aufgeführt wurde und die Handlung in die Gegenwart der DDR versetzte; das Stück wurde in einer Prosafassung auch außerhalb der DDR zum Erfolg.

Jürgen Eick verlagerte den Stoff in seinem Drama Feuerherz – Die neuesten Leiden des Jungen W. ins Jahr 2007. Die Uraufführung fand am 2. Februar 2007 auf der Neuen Bühne Senftenberg statt.

Ines Eck dramatisierte Werther aus Lottes Sicht. „Werther sagt Lotte“, Inszenierung in Freiburg Breisgau, Gastspiel DNT Weimar, Hörfunksendung im MDR/HR.

Filme

Folgende Filme sind über Die Leiden des jungen Werthers entstanden:

  • 1938: Werther unter der Regie von Max Ophüls mit Pierre Richard-Willm als Werther und Annie Vernay als Charlotte in einer französischsprachigen Fassung.
  • 1976: Die Leiden des jungen Werthers unter der Regie von Egon Günther mit Hans-Jürgen Wolf als Werther und Katharina Thalbach als Lotte.
  • 1982: Die Leidenschaftlichen unter der Regie von Thomas Koerfer, Drehbuch Hans Christoph Buch, mit Sunnyi Melles als Lotte.
  • 2008: Werther, Buch und Regie Uwe Janson, mit Stefan Konarske als Werther und Hannah Herzsprung als Lotte.
  • 2010: Goethe!, Buch und Regie Philipp Stölzl, mit Alexander Fehling als Goethe und Miriam Stein als Lotte. Der Film zeigt Episoden aus Goethes Leben als auch den Stoff und Entstehungsprozess des Romans.

Sonstiges

  • Auf dem Minialbum Mein Herz macht Bumm! (2012) werden die Leiden unter dem Titel Werther von der Kölner A-cappella-Gruppe Wise Guys in einer Rap-Version dargeboten.
  • In dem Lied Kitsch singt die Gruppe „Die Toten Hosen“: „Ich lese Goethes Werther und fühle mich so schwer. / Kitsch, Kitsch, Kitsch, Kitsch / […] Die wahre Liebe ist alles, was ich will. / Doch was bei mir rauskommt, das ist alles nur Kitsch.“[34]
  • Der japanisch-südkoreanische Konzern Lotte ist nach der Lotte in Werther benannt.

Werther-Effekt

Die Nachahmungen der Werther-Figur im realen Leben, die sich in Suizidversuchen und Suiziden zeigten, brachten eine Diskussion über Medienwirkungen in Gang, die bis heute geführt wird. Seit den 1970er Jahren befasst sich die Psychologie mit dem Phänomen von „medial vermittelten Nachahmungs-Suiziden“; es ist unter dem Namen Werther-Effekt bekannt.

 

(Fotos aus Wetzlar von Stjepan Richter)

 



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