Kulturtipp Januar 2017

Jahresrezept von Goethes Mutter

 

Man nehme 12 Monate,
putze sie ganz sauber von Bitterkeit,
Geiz, Pedanterie und Angst
und zerlege jeden Monat in 30 oder 31 Teile,
so dass der Vorrat genau für ein Jahr reicht.

Es wird jeder Tag einzeln angerichtet
aus 1 Teil Arbeit und 2 Teilen Frohsinn und Humor.
Man füge 3 gehäufte Esslöffel Optimismus hinzu,
1 Teelöffel Toleranz, 1 Körnchen Ironie
und 1 Prise Takt.
Dann wird die Masse sehr reichlich mit Liebe übergossen.

Das fertige Gericht schmücke man
mit Sträußchen kleiner Aufmerksamkeiten
und serviere es täglich mit Heiterkeit
und mit einer guten, erquickenden Tasse Tee.

Catharina Elisabeth “Aja“ Goethe (1731-1808)

Johann Wolfgang von Goethe
schrieb über seine Mutter:

Vom Vater hab ich die Statur,
Des Lebens ernstes Führen,
Vom Mütterchen die Frohnatur
Und Lust zu fabulieren.

Über sich selbst schrieb Frau Aja 1785
an ihre Freundin Charlotte von Stein:

Zwar habe ich die Gnade von Gott,
daß noch keine Menschenseele
missvergnügt von mir weggegangen ist –
weß Standes, Alters und Geschlecht
sie auch geweßen ist –
Ich habe die Menschen sehr lieb.

 


 

Rotweinkuchenrezept von Marita Dillenburger

 

250 g Butter
250 g Zucker
1 P. Vanillezucker

schaumig rühren

4 Eier

darunter rühren

250 g Mehl
1 P. Backpulver
2 Teel. Kakao
1 Teel. Zimt
200 g Schokoladenstreusel
oder Blockschokolade / Raspel
1/4 l Rotwein

nochmals alles gut rühren

175 Grad 75 Min. backen

auf eine Tortenplatte heben, nach 7 Min. Guss darüber

Guss

1/2 Pfund Puderzucker
2 Essl. Kakao
3 Essl. Wasser
etwas Rum

 


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