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Wiedersehen in Weimar

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Tatort Orientexpress

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Cäsar und Cleopatra

Cäsar und Cleopatra

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Tumult im Narrenhaus

Integratives LUKAS14-Theater

In der Gesellschaft werden begabte und leistungswillige Menschen mit Schwerbehinderung  oft hervorragend ausgebildet – bis zur Promotion- danach gibt es für sie keinen Platz, keinen „Bedarf“ auf dem Arbeitsmarkt.Unser Integratives Theater soll die Qualität dieser Menschen sichtbar machen und neben einer sinnvollen Freizeitbeschäftigung vielleicht auch neue berufliche Wege ebnen (Schauspieler, Dramaturg, Kabarettistin).

Teilnahme am normalen, am öffentlichen Leben heißt auch Mitwirkung. So wie schwerbehinderte Menschen oft arbeitslos sind, ist ihnen auch der Zugang zur Bühne vielfach versperrt. Bei uns können Menschen mit den verschiedensten Behinderungen  (Gehörlosigkeit, Sehbehinderung, Körperbehinderung, psychische Erkrankungen, Depressionen, neurologische Erkrankungen) mitwirken, gemeinsam mit Nichtbehinderten .

Barrierefreiheit heißt auch Mitmach-Freiheit. Diese ist momentan nicht gewährleistet.

Wir berufen uns auf die UN- Konvention von 2004, die eine Inklusion für Menschen mit Schwerbehinderung  in die Gesellschaft fordert.

Inklusion heißt: Wir werden mit eingeschlossen, wir sind akzeptiert so wie wir sind und man schaut auf unsere Stärken, nicht ausschließlich auf die Behinderung. Mit dieser Einstellung könnten wir ein wirklich normales und barrierefreies Leben führen.

Wir – die Menschen mit Behinderungen aus LUKAS 14 – verstehen uns nicht in erster Linie als Behinderte, sondern als Menschen mit Behinderungen. Wie stehen zu unserem Handicap und wollen es sinnvoll in unser Leben einbinden. Wir definieren uns aber nicht über die Behinderung, sie ist ein Teil unserer Persönlichkeit und von daher auch nicht abgelehnt. Jeder, der positiv mit seiner Behinderung umgeht, weiss, dass diese auch Chancen beinhaltet, das Leben anders, neu zu sehen und fühlt sich herausgefordert, sein Leben ganz individuell zu gestalten. Wir stehen dazu anders zu sein aber wir sind keine Schadensfälle. Unser So-sein ermöglicht es uns, das Leben neu aufzurollen, auch anderen ganz neue Perspektiven jenseits von Macht, Karriere und reiner Spaßgesellschaft, aufzuzeigen.

Wir sind – als Menschen mit Behinderungen – WICHTIG in dieser Gesellschaft, ja unverzichtbar. Eine Gesellschaft der Perfekten, der total Gesunden und ewige Jungen wäre für die Menschheit tödlich. Wir bringen Farbe, Alternative, Lebensmut, Witz, Originalität und auch Skurrilität in die Gesellschaft. Wie brauchen Hilfe ja, aber die „Nicht-Behinderten“ brauchen diese ebenso.

Im Integrativen Theater LUKAS 14 begegnen wir uns auf Augenhöhe… und mit viel Humor.

 

 

Cäsar und Cleopatra in Steinheim

Dank der Vermittlung von Helga und Frank Lehmann gastierte am 27.04.2013 die Integrative Theatergruppe erfolgreich mit dem Stück „Cäsar und Cleopatra“ nach G. B. Shaw im Kardinal-Volk-Haus/Steinheim.

 

 

Cäsar und Cleopatra 2011

….

Die Personen und ihre Darsteller

Die Personen und ihre Darsteller

Cäsar – Lutz Riehl
Cleopatra – Awa A. Boron
Britanus, Sekretär des Cäsar – Carl-Heinz Hauck
Ftatateeta, Amme der Cleopatra – Gisela Paluch
Ptolemaeus, kl. Bruder Cleopatras – Sarah Gog
Pothinus, sein Erzieher – Benedikt Richter
Apollodorus, sizilian. Teppichhändler – Martin D. Washington
Rufio, roem. Befehlshaber – Carsten Petry
Römischer Hauptmann – Andreas Bokelmann
Centurio – Udo Lorenz
Römische/ägyptische Soldaten – Benjamin Berger, Johannes Groeninger
Göttin Maat – Louisa BouzelhaRegie: P. Amandus Hasselbach
Assistenz und Souffleuse: Edda Hoestermann
Maske: Heidi Thierfelder
Kostüme und Requisite: Christina Kupczak und Antonie Otto
Bühnenaufbau: Gregor und Noah Leonhard, Klaus-Dieter und Daniel Then, Wolfgang Ehl und Franz Riehl

DER BÄR und DER HEIRATSANTRAG von 2010

Zwei Einakter von Anton Tschechow

Anton Tschechow (1860-1904) zählt neben Dostojewski und Tolstoi zu den wichtigsten russischen Schriftstellern des 19. Jahrhunderts. Verglichen mit seinen Erzählungen und Dramen rücken seine Einakter in den Hintergrund. Zumindest hat Tschechow selbst diese 1888 entstandenen Stücke selbst recht gering eingeschätzt. So schrieb er in einem Brief vom 7. November 1888: „Ich habe speziell für die Provinz ein dämliches Vaudevillechen namens „Der Heiratsantrag“ geschrieben und es nach Zensurien geschickt.“ Dies sagt jedoch wenig über den Erfolg dieser kleinen Stücke aus, von denen vor allem der erwähnte Der Heiratsantrag und Der Bär rasch beim Publikum innerhalb und außerhalb Russlands auf großen Beifall stieß. Beide Stücke tragen den Untertitel Scherz in einem Akt und spielen im Milieu der Gutsbesitzer auf dem Land, also dem niederen Adel.

Der Heiratsantrag spielt sich im Salon des Gutsbesitzer Stepan Tschubukow. Dieser erhält Besuch von seinem Nachbarn, dem Junggesellen Iwan Lomow, der im Frack erscheint, um Tschubukows 25jähriger Tochter Natalja einen Heiratsantrag zu machen. Tschubukow ist begeistert, schickt Natalija herein und lässt beide allein. Lomow beginnt seine Rede, kommt jedoch nicht zu seinem eigentlichen Anliegen, da zuvor ein heftiger Streit darüber entbrennt, zu welchem der beiden Güter das Dorf Luschki gehört. Der Streit wird immer lauter, was Tschubukow auf den Plan ruft, der sogleich mitstreitet. Es kommt zu Beleidigungen auf beiden Seiten, schließlich wirft Tschubukow Lomow raus. Dieser verlässt das Haus, nicht ohne mit einem Prozess zu drohen. Als Natalja im Anschluss durch ihren Vater von Lomows Heiratsplänen erfährt, gerät sie in Hysterie und verlangt unverzüglich, Lomow zurückzuholen. Als dieser zurückkommt, versucht Natalja, nachdem sie Lomow das Dorf Luschki zugestanden hat, ein neues, unverfängliches Gespräch über die Jagd zu beginnen. Doch auch hier geraten die beiden in Streit, da sie sich nicht einigen können, wessen Jagdhund der bessere ist. Wiederum wird Tshubukow angelockt und mischt kräftig mit, bis Lomow plötzlich vor Atemnot zusammenbricht. Vater und Tochter halten ihn zunächst für tot, Lomow erwacht jedoch aus seiner Ohnmacht. Tschubukow befielt beiden, doch endlich zu heiraten, Lomow und Natalja küssen sich erhalten den Segen des Vaters. Sofort danach geraten sie jedoch wieder in Streit, Tschubukow beschließt das Stück mit den Worten: WNa, da fängt das Familienglück schon an! Champagner!“
Mit Der Heiratsantrag gelingt Tschechow auch eine Satire der russischen Adelsgesellschaft und den dort herrschenden Mitgiftsvereinbarungen bei Hochzeiten.
Tschechows große Werke (Der Kirschgarten, Onkel Wanja.) sind geprägt von kritischer Weltbetrachtung und Melancholie. So ganz anders ist sein Jugendwerk, zu welchem Der Bär gehört. Der „Scherz in einem Akt“, wie Tschechow sein Stück bezeichnete wurde am 28. Oktober 1888 im Kosch-Theater in Moskau uraufgeführt. Die Titelrolle spielte der damals in Russland berühmte Schauspieler N. N. Solowtzow, ein Freund Tschechows, dem das Stück auch gewidmet ist. Die deutsche Erstaufführung fand am 12. November 1900 in Berlin statt.
Der Bär
Grióri Stepánowitsch Smirnóff,
der „Bär“: Lutz Riehl

Jeléna Iwanówa Popówa,
Gutsbesitzerin: Louisa Bouzelha

Luka, Diener der Popówa: N. M. Josef Gotzen

Der Bär von 2010

Der Heiratsantrag
Stepán Stepánowitsch Tschubuków,
Gutsbesitzer: Carl-Heinz Hauck

Natalia Stepánowa,
seine Tochter, 25jährig: Edda Hoestermann

Iwán Wasíljewitsch Lómow,
benachbarter Gutsbesitzer: Stefan Richter

Regie: P. Amandus
Souffleuse: Gisela Paluch
Bühnenbild: P. Amandus und Maria v. Stülpnagel
Maske: Harald Walter

Kostüme: Volkstheater Liesel Christ Frankfurt
(mit großem Dank!) und Christina Kupczak

 

Theaterprojekt „Tumult im Narrenhaus“ Lope de Vega von 2008

„Tumult im Narrenhaus“


Worum geht es?

Ein junger Mann hat in einem Duell einen Prinzen getötet und flieht vor den Rächern in ein Narrenhaus. Dort mimt er den Narren und glaubt sich sicher. Genauso flieht eine junge Frau vor einer erzwungenen Ehe, gerät auch ins Narrenhaus und wird für närrisch gehalten. Nun beginnt das Liebeskarussell zwischen drei Paaren, die nicht wissen ob der oder die Geliebte „verrückt“ oder „normal“ ist.


Kuriose Autoritäten wie der Direktor des Hauses, eine Ärztin und der Pförtner tragen noch mehr zur Verwirrung bei. Zum Schluss ist alles ganz anders, denn ein Totgeglaubter tritt wieder auf und es gibt endlich drei glückliche Paare.

Genuss aus Spielfreude, Tempo und Witz und der Gelegenheit ausgiebig zu lachen.

C. Kupczak

Jurij und Helena Maschanow lockerten vor der Aufführung die Zuschauer mit einem russischen Lied auf

die Mannschaft der Irren: (von links)
der Eierleger, Kaiserin Ping-Pong, der Kammersänger und die Schweigsame
Dona Erifila und Floriano
der Pförtner und sein Vetter, der Polizist – beide vom Wein beseelt
Dona Fedra und ihre Küchenmamsell in physischer Auseinandersetzung um Beltran
Erefila benutzt Valerio um Florianos Eifersucht zu wecken

Donna Fedra mit Valerio glücklich vereint

Theaterprojekt Regie P. Amandus Hasselbach OFMcap

„Tumult im Narrenhaus“ ist eine der ältesten Komödien überhaupt, vom Vielschreiber Lope des Vega verfasst, der in seinem Leben 1000 Theaterstücke geschrieben hat. Der „Tumult“ ist eines seiner Stücke, das bis heute überlebt hat, eine typische „Mantel-und-Degen“ Komödie.

Leider ist uns Lope de Vegas poetische Sprache heute fremd geworden. Die Bearbeitung und Kürzung des Stücks hat die moderne Umgangssprache berücksichtigt, dazu sind andere Sprachen zu hören (vietnamesisch, japanisch…) und auch zu sehen (Deutsche und russische Gebärdensprache), denn die Spieler und Spielerinnen gehören 7 verschiedenen Nationen an.
Ach ja, “Frankforderisch“ nicht zu vergessen. Auch spielen Seh- und Hörbehinderte mit, eben ein „Frankfurter Narrenhaus“. Die Altersspanne ist ebenfalls sehr weit: von 25 bis 73 Jahren.

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