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LUKAS TheaterCäsar und Cleopatra 2011….Die Personen und ihre DarstellerDie Personen und ihre DarstellerCäsar – Lutz Riehl
Cleopatra – Awa A. Boron Britanus, Sekretär des Cäsar – Carl-Heinz Hauck Ftatateeta, Amme der Cleopatra – Gisela Paluch Ptolemaeus, kl. Bruder Cleopatras – Sarah Gog Pothinus, sein Erzieher – Benedikt Richter Apollodorus, sizilian. Teppichhändler – Martin D. Washington Rufio, roem. Befehlshaber – Carsten Petry Römischer Hauptmann – Andreas Bokelmann Centurio – Udo Lorenz Römische/ägyptische Soldaten – Benjamin Berger, Johannes Groeninger Göttin Maat – Louisa Bouzelha Regie: P. Amandus Hasselbach DER BÄR und DER HEIRATSANTRAG von 2010Zwei Einakter von Anton Tschechow
Der Heiratsantrag spielt sich im Salon des Gutsbesitzer Stepan Tschubukow. Dieser erhält Besuch von seinem Nachbarn, dem Junggesellen Iwan Lomow, der im Frack erscheint, um Tschubukows 25jähriger Tochter Natalja einen Heiratsantrag zu machen. Tschubukow ist begeistert, schickt Natalija herein und lässt beide allein. Lomow beginnt seine Rede, kommt jedoch nicht zu seinem eigentlichen Anliegen, da zuvor ein heftiger Streit darüber entbrennt, zu welchem der beiden Güter das Dorf Luschki gehört. Der Streit wird immer lauter, was Tschubukow auf den Plan ruft, der sogleich mitstreitet. Es kommt zu Beleidigungen auf beiden Seiten, schließlich wirft Tschubukow Lomow raus. Dieser verlässt das Haus, nicht ohne mit einem Prozess zu drohen. Als Natalja im Anschluss durch ihren Vater von Lomows Heiratsplänen erfährt, gerät sie in Hysterie und verlangt unverzüglich, Lomow zurückzuholen. Als dieser zurückkommt, versucht Natalja, nachdem sie Lomow das Dorf Luschki zugestanden hat, ein neues, unverfängliches Gespräch über die Jagd zu beginnen. Doch auch hier geraten die beiden in Streit, da sie sich nicht einigen können, wessen Jagdhund der bessere ist. Wiederum wird Tshubukow angelockt und mischt kräftig mit, bis Lomow plötzlich vor Atemnot zusammenbricht. Vater und Tochter halten ihn zunächst für tot, Lomow erwacht jedoch aus seiner Ohnmacht. Tschubukow befielt beiden, doch endlich zu heiraten, Lomow und Natalja küssen sich erhalten den Segen des Vaters. Sofort danach geraten sie jedoch wieder in Streit, Tschubukow beschließt das Stück mit den Worten: WNa, da fängt das Familienglück schon an! Champagner!“Mit Der Heiratsantrag gelingt Tschechow auch eine Satire der russischen Adelsgesellschaft und den dort herrschenden Mitgiftsvereinbarungen bei Hochzeiten. ![]() Tschechows große Werke (Der Kirschgarten, Onkel Wanja.) sind geprägt von kritischer Weltbetrachtung und Melancholie. So ganz anders ist sein Jugendwerk, zu welchem Der Bär gehört. Der „Scherz in einem Akt“, wie Tschechow sein Stück bezeichnete wurde am 28. Oktober 1888 im Kosch-Theater in Moskau uraufgeführt. Die Titelrolle spielte der damals in Russland berühmte Schauspieler N. N. Solowtzow, ein Freund Tschechows, dem das Stück auch gewidmet ist. Die deutsche Erstaufführung fand am 12. November 1900 in Berlin statt.
![]() Der Bär
Grióri Stepánowitsch Smirnóff, der „Bär“: Lutz Riehl Jeléna Iwanówa Popówa, Luka, Diener der Popówa: N. M. Josef Gotzen Der Bär von 2010
Der Heiratsantrag Natalia Stepánowa, Iwán Wasíljewitsch Lómow, Regie: P. Amandus Kostüme: Volkstheater Liesel Christ Frankfurt
Theaterprojekt “Tumult im Narrenhaus” Lope de Vega von 2008“Tumult im Narrenhaus”Worum geht es? Ein junger Mann hat in einem Duell einen Prinzen getötet und flieht vor den Rächern in ein Narrenhaus. Dort mimt er den Narren und glaubt sich sicher. Genauso flieht eine junge Frau vor einer erzwungenen Ehe, gerät auch ins Narrenhaus und wird für närrisch gehalten. Nun beginnt das Liebeskarussell zwischen drei Paaren, die nicht wissen ob der oder die Geliebte „verrückt“ oder „normal“ ist. Kuriose Autoritäten wie der Direktor des Hauses, eine Ärztin und der Pförtner tragen noch mehr zur Verwirrung bei. Zum Schluss ist alles ganz anders, denn ein Totgeglaubter tritt wieder auf und es gibt endlich drei glückliche Paare. Genuss aus Spielfreude, Tempo und Witz und der Gelegenheit ausgiebig zu lachen. C. Kupczak
die Mannschaft der Irren: (von links)
der Eierleger, Kaiserin Ping-Pong, der Kammersänger und die Schweigsame
„Tumult im Narrenhaus“ ist eine der ältesten Komödien überhaupt, vom Vielschreiber Lope des Vega verfasst, der in seinem Leben 1000 Theaterstücke geschrieben hat. Der „Tumult“ ist eines seiner Stücke, das bis heute überlebt hat, eine typische „Mantel-und-Degen“ Komödie. Leider ist uns Lope de Vegas poetische Sprache heute fremd geworden. Die Bearbeitung und Kürzung des Stücks hat die moderne Umgangssprache berücksichtigt, dazu sind andere Sprachen zu hören (vietnamesich, japanisch…) und auch zu sehen (Deutsche und russische Gebärdensprache), denn die Spieler und Spielerinnen gehören 7 verschiedenen Nationen an. |

Anton Tschechow (1860-1904) zählt neben Dostojewski und Tolstoi zu den wichtigsten russischen Schriftstellern des 19. Jahrhunderts. Verglichen mit seinen Erzählungen und Dramen rücken seine Einakter in den Hintergrund. Zumindest hat Tschechow selbst diese 1888 entstandenen Stücke selbst recht gering eingeschätzt. So schrieb er in einem Brief vom 7. November 1888: „Ich habe speziell für die Provinz ein dämliches Vaudevillechen namens „Der Heiratsantrag“ geschrieben und es nach Zensurien geschickt.“ Dies sagt jedoch wenig über den Erfolg dieser kleinen Stücke aus, von denen vor allem der erwähnte Der Heiratsantrag und Der Bär rasch beim Publikum innerhalb und außerhalb Russlands auf großen Beifall stieß. Beide Stücke tragen den Untertitel Scherz in einem Akt und spielen im Milieu der Gutsbesitzer auf dem Land, also dem niederen Adel.
Der Heiratsantrag spielt sich im Salon des Gutsbesitzer Stepan Tschubukow. Dieser erhält Besuch von seinem Nachbarn, dem Junggesellen Iwan Lomow, der im Frack erscheint, um Tschubukows 25jähriger Tochter Natalja einen Heiratsantrag zu machen. Tschubukow ist begeistert, schickt Natalija herein und lässt beide allein. Lomow beginnt seine Rede, kommt jedoch nicht zu seinem eigentlichen Anliegen, da zuvor ein heftiger Streit darüber entbrennt, zu welchem der beiden Güter das Dorf Luschki gehört. Der Streit wird immer lauter, was Tschubukow auf den Plan ruft, der sogleich mitstreitet. Es kommt zu Beleidigungen auf beiden Seiten, schließlich wirft Tschubukow Lomow raus. Dieser verlässt das Haus, nicht ohne mit einem Prozess zu drohen. Als Natalja im Anschluss durch ihren Vater von Lomows Heiratsplänen erfährt, gerät sie in Hysterie und verlangt unverzüglich, Lomow zurückzuholen. Als dieser zurückkommt, versucht Natalja, nachdem sie Lomow das Dorf Luschki zugestanden hat, ein neues, unverfängliches Gespräch über die Jagd zu beginnen. Doch auch hier geraten die beiden in Streit, da sie sich nicht einigen können, wessen Jagdhund der bessere ist. Wiederum wird Tshubukow angelockt und mischt kräftig mit, bis Lomow plötzlich vor Atemnot zusammenbricht. Vater und Tochter halten ihn zunächst für tot, Lomow erwacht jedoch aus seiner Ohnmacht. Tschubukow befielt beiden, doch endlich zu heiraten, Lomow und Natalja küssen sich erhalten den Segen des Vaters. Sofort danach geraten sie jedoch wieder in Streit, Tschubukow beschließt das Stück mit den Worten: WNa, da fängt das Familienglück schon an! Champagner!“

